Ich bestreite nicht, dass die reine Befolgung von Regelwerk nicht unbedingt zu genereller Fairness führt.
Deswegen könnte man mit dem Verband
sachlich z.B. über Härtequoten diskutieren.
TTR wäre auch eine Möglichkeit, doch ich bin der Meinung, dass auch dieser verzerrt. Auch bei TTBW wird der Wert nur "informativ" verwendet und geht nicht in die sehr wichtige TTBW-Punktewertung ein.
Talentförderung muss IMMER auf der Grundlage von definierten Leistungskriterien erfolgen, diese sind in der geltenden Regelung definiert. Ein Talent, das die Leistungskriterien nicht erfüllt, fällt irgendwann aus jeder Verbandsförderung raus, soll heißen am Ende des Tages zählen Ergebnisse. Welche Kriterien es zu erfüllen gilt, sollte dem Verband vorbehalten bleiben. Ich bin jedoch überzeugt, dass der Verband bzw. die zuständigen Gremien Vorschlägen generell offen gegenüber stehen. Bei Vorschlägen von Tauberspieler ist man vielleicht nicht mehr ganz so offen, aber für diesen fast philosophischen Themenkomplex gibt es ja einen anderen Thread. (Achtung: Satire)
Ich persönlich würde für einen Modus plädieren, der sich an dem des Ranglistensystems orientiert, d.h. Leistungsfreigabe (für die Altersklassen U11 bis U14) über 3 Wege
- "Vornominierung", d.h. Leistungsfreigabe (über Qualifikation) wurde für den Spieler im letzten Jahr erteilt (heißt folglich: 1xLfg, immer Lfg)
- Qualifikation über die geltende Regelung (Mehrzahl der Freigaben)
- einige wenige "Härtequoten", über die der Jugendbeirat entscheidet (möglichst begründet)
Daneben (soll heißen zusätzlich) könnte man es von Verbandsseite z.B. den Bezirken ermöglichen, Schüler auf Bezirksebene auf Antrag eine persönliche Freigabe (z.B. bis Bezirksklasse, da keine Verbandsebene) zu erteilen. Das ist z.B. das Niveau, auf dem sich der Niklashäuser Spieler noch ein/zwei Jahre austoben könnte, auch wenn er die Norm im nächsten Jahr erneut nicht erfüllen sollte. Ich denke, eine solche Änderung der WO wäre zeitnah realisierbar.
Warum schließen sich betroffene Vereine/Trainer/Spieler evtl. sogar ganze Bezirke sich nicht einfach kurz, versuchen sich auf einen Entwurf zu einigen und bringen den beim Vizepräsident Jugend rechtzeitig ein. Ich bin sicher, das Thema "Leistungsfreigabe" steht auch andernorts auf der Agenda.
Die in diesem und ähnlichen Thread(s) vorgetragenen Argumente suggerieren leider eine "unsportliche Ungleichbehandlung" bestimmter Spieler/Vereine (die es für mich so gewiß nicht gibt), bewegen sich auf einer sehr persönlichen Ebene und driften bisweilen ins Beleidigende ab.
Leute, das kann es doch nicht sein.