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AW: Tischtennis und Glubb im Sommerloch
Bader sitzt jetzt in der Falle. Er ist ein gnadenloser Opportunist, d.h. jemand der ohne Fachkompetenzen gewisse Mechanismen und Strukturen zu seinen Gunsten ausnutzt. Die Haupteinnahmequellen in Liga 1 sind unabhängig von Kompetenzen wie folgt:
- TV- Gelder -> jetzt drastisch gesunken
- Spielertransfers -> einen Zweitligaspieler kann man nur zu deutlich niedrigeren Preisen verkaufen, selbst wenn er besser ist als jemand, der schon in der 1. Liga zum Einsatz kam. Transferüberschüsse lassen sich kaum realisieren.
- Zuschauereinnahmen -> werden heuer deutlich niedriger ausfallen, da viele jetzt schon die Schnauze voll haben
In der 2. Liga und in allen anderen tieferen Spielklassen gibt es kaum mehr „money for nothing“. Um hier Erfolg zu haben, muss man sich wirklich gut auskennen und cleverer sein als die Konkurrenz.
Für Bader wird es eng, da er kein Konzept hat und die Einnahmen, auf die er auch ohne Konzept bauen konnte, jetzt wegbrechen. D.h. neben der sportlichen Erfolglosigkeit wird auch noch eine finanzielle dazu kommen.
Das Problem ist, dass man Bader wahrscheinlich erst entlässt, wenn die finanziellen Verluste, die er einfahren wird, schwarz auf weiß in der Bilanz auftauchen. Und das kann noch ein bis zwei Jahr dauern. So lange müssen wir das vogelwilde Treiben wohl noch ertragen. Ich befürchte fast, dass es Bader zudem gelingt, dass sein Vertrag kurz vor dem Rausschmiss noch verlängert wird, so dass er dann noch eine fette Abfindung kassiert.
Noch ein Kommentar zu Ismael: Leider haben sich bei ihm auch meine Vorahnungen bestätigt. Er ist einfach zu unerfahren und quasi ein Lehrling. Er macht elementare Fehler, wie z.B. das ständige Wechseln von Spielern und der Taktik, was zeigt, dass er noch kein festes Konzept hat. An der Reaktion der Spieler kann man auch ablesen, dass sie kein absolutes Vertrauen in ihn haben und ihm nicht bedingungslos folgen. In einem Wirtschaftsbetrieb, der Millionenumsätze erwirtschaftet, würde doch niemand auf die Idee kommen, einen Lehrling als Geschäftsführer einzusetzen. Beim Club ist das jetzt schon zum zweiten Mal so gehandhabt worden. Irgendwie tut er mir auch leid. Denn nach diesem Engagement beim Club, das bald enden wird, wird es wohl kaum mehr Jobangebote für ihn geben. Er tritt in Wiesingers Fußstapfen.
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