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Zitat von Tauberspieler
Zum Thema Freistellungen von der BRL:
Der BadTTV entscheidet in eigener Verantwortung, wie er zu den Namen kommt, die er im Rahmen seiner Quote zu den RLT auf BaWü Ebene schickt. Da wird er sich "von oben" nicht reinreden lassen.
Die TTBezirke sollten dementsprechend in eigener Verantwortung entscheiden dürfen, wie sie zu den Namen kommen, die sie im Rahmen ihrer Quoten zum Verbandsranglistenturnier schicken.
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Ja genau, am besten kocht jeder sein eigenes Süppchen...
Was du sagst, ist meiner Meinung nach so auch nicht richtig. Bei einem solchen - ich sag mal "föderalen" - System hat die untergeordnete Ebene nur dann die Entscheidungsgewalt, wenn die übergeordnete Ebene keine Regel vorgibt. Ansonsten kann die gegebene Regel nur ergänzt werden. Das Land Baden-Württemberg kann auch nicht plötzlich die Wehrpflicht wieder einführen, wenn die Bundesrepublik ein bundesweites Gesetz vorgibt, welches dem entgegenwirkt. In der Regel gilt also die Wettspielordnung des DTTB grundsätzlich im jeweiligen Verband, der diese nur erweitert. Die Wettspielordnung des Verbandes gilt im Bezirk, usw. Oder sehe ich das falsch? Im WTTV war das so. Analog müsste es doch auch mit der Ranglistenordnung sein.
In diesem Fall hat der Verband eine klare Regel definiert ("Jeder muss Bezirksrangliste spielen, wenn er nicht freigestellt wurde"). Offensichtlich hat man sich also bewusst dagegen entschieden, jedem Bezirk selbst die Nominierung zu überlassen. An diese Regelung muss sich auch der Bezirk halten, denn sonst müsste die Regel heißen "Der jeweilige Bezirk nominiert in Eigenverantwortung die ihm zugestandene Zahl an Ranglistenteilnehmern". Sowas steht da aber eben gerade nicht! Dass der Verband dann nachträglich selbst von seiner eigenen Vorgabe abweicht, ist absolut inkonsequent. Zumal ich mich dunkel daran erinnere, dass die strikte Umsetzung dieser harten Linie (dass jeder spielen und unter Umständen auch früh einsteigen muss) vor der Saison als eine große Neuerung und ein Weg zu mehr Transparenz im Ranglistensystem angepriesen wurde.
Es geht hier auch gar nicht darum, ob diese bestehende Regel sinnvoll ist oder nicht oder ob es vernünftigere Alternativen gibt. Darüber lässt sich definitiv streiten. Es geht darum, dass es eine klar definierte Regel gibt , die in der Praxis nicht eingehalten wurde. Mit welcher Begründung ist nebensächlich. Ausnahmeregeln sind entsprechend zu definieren und zu kommunizieren. Alles andere führt zu heillosem Chaos.