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AW: Gute Bücher?
Bei Dan Browns Inferno bin ich gerade auf den letzten Seiten. Kein tolles Buch. Echt nicht. Eigentlich hätte ich bei Lost Symbol schon den Ausstieg aus der Serie finden sollen. Besonders Illuminati hat mich damals aber so gut unterhalten, dass ich die Hoffnung noch nicht aufgeben wollte. Leider wendet Dan Brown immer das gleiche Schnittmuster an. Eine Hatz durch diverse Locations, bei denen es Rätsel zu lösen und Leichen zu bestaunen gibt. Ein vermeintlicher Bösewicht, der doch zu den Guten gehört und ein Verbündeter, der doch zu den Bösen gehört. Die Sprache ist sehr einfach gehalten. Kaum spannungsgeladene Dialoge (das hat er bei Meteor am Besten gemacht) und jede Menge überflüssiges Infodropping. Das Thema bei Inferno ist gut und hätte Potential für ein richtig spannendes Buch. Aber der Plot, den er darum herum gewebt hat, ist Grütze. Hätte er nicht zwingend daraus ein Langdon- Buch machen sollen, wäre mehr drin gewesen. Aber so musste er ja eine künstliche Verbindung zwischen Dante und der Überbevölkerung schaffen, damit er seine Schnitzeljagd aufziehen kann.
Für mich ist das Buch gerade mal gut genug, um noch fertig gelesen zu werden. Habe in meinem Leben aber bisher auch weniger als eine Hand voll Bücher abgebrochen. Dafür recherchiere ich im Vorfeld normalerweise zu genau.
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