Zitat:
Zitat von Cisco
Betrachtest Du jetzt die 10,- Euro als Subvention, da sie nur aufgrund eine Monopolstellung erzielt werden können?
Oder meinst Du, dass die 10,- Euro brutto + myTT-Werbeeinnahmen nicht ausreichen um kostendeckend zu arbeiten und zusätzlich laufend Geld hineingepumpt werden muss?
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Ich denke, Peter meint die 79.000 Euro, die die Gesellschafter laut der Bilanz bisher investiert haben.
Die ganzen Zahlen, die einem da auch in den Jahresabschlüssen der Verbände präsentiert werden, sind schon utopisch. Hätte man einen Freelancer ein Jahr angestellt, hätte man einmalige Kosten in Höhe von ca. 60.000 Euro gehabt und laufende Betriebskosten von maximal 5.000 Euro - so bezahlt man jetzt deutschlandweit für click-TT einen hohen 6-stelligen Betrag jedes Jahr und die Spieler zahlen im Optimalfall auch nochmal 10 Euro (sollten alle Spieler deutschlandweit zahlen, ist man in Summe mit den Verbandskosten locker bei einem Millionenbetrag) - unfassbar!
Vor allem wenn man sich überlegt, wieviel sinnvoller man diese riesigen Geldberge investieren könnte, um Tischtennis in Deutschland weiter voranzubringen - z.B. in Jugendarbeit.
Wenn ich mir zum Vergleich schaue, was mein Arbeitgeber mit 1,7 Millionen Kunden und 5-6 Millionen weiteren Partnerdatensätzen für diverse Software ausgibt, deren Funktionsumfang den von click-TT ums 100-fache übersteigt und das mit dem vergleiche, was die Verbände da seit Jahren investieren, wird mir schlecht.
myTischtennis ist der Versuch, die Verbände durch direkte Einnahmen von Spielern finanziell für die viel zu hohen Ausgaben zu entlasten (was ich übrigens als Teil-Eingeständnis werte, dass man mittlerweile selbst gemerkt hat, dass die schwindelerregenden Kosten auf Dauer den Verbänden zu sehr an die Substanz gehen).
Im Endeffekt kann man aber eigentlich nur verlieren: entweder die Idee funktioniert nicht, dann werden die Verbände noch mehr Geld investieren müssen, um es am Leben zu halten, oder aber es funktioniert, dann trägt die Basis selbst die Kosten - mehr Kosten für den Einzelnen entstehen so oder so. Dabei ist es für mich völlig irrelevant, ob man 1, 10 oder 100 Euro bezahlen soll. Hätte man vor 10 Jahren sinnvoll investiert und das Ding selbst entwickelt, wären die Kosten heute um mehr als den Faktor 10 geringer und kein Spieler würde auch nur einen Cent für den TTR zahlen müssen.
Letztlich ist aber offenbar die große Mehrheit der Spieler und Vereine der Ansicht, dass dieses Vorgehen wünschenswert ist. Schließlich sind es die offiziell gewählten Verbandsvertreter, die das komplette Thema Ergebnisdienst, Bilanzen, TTR usw. seit Jahren in diese Richtung treiben und mir ist nicht bekannt, dass sich in irgendeinem Verband eine größere Fraktion dagegen gewehrt hat.
Ich kann damit leben, dass meine Meinung hier offenbar einer verschwindend geringen Minderheit angehört. Aktuell betrifft mich das Thema persönlich noch nicht, es ist jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die verbliebenen Verbände "überredet" werden, mit einzusteigen. Ich bin gespannt, welche Mehrkosten dann auch uns zukommen werden und bis es so weit ist, einfach froh, dass nicht jeder an diesem Wahnsinn teilnimmt.
Einheitliche Systeme finde ich gut, einheitliche Spielstärkenmessung finde ich gut, aber ich bin der Ansicht, das alles könnte man extrem viel günstiger realisieren.