Zitat:
Nach direkten Aufschlag-Ermahnungen in Richtung TTG zählt er einen Aufschlag ab.
Allerdings war das "schwierig". Rechts vom SR, Vorhand-Aufschlag von der Rückhand, d. h. der SR kann (und hat) definitiv nur den Rücken und das Hinterteil gesehen.
(...)
Der SR zählt einen Aufschlag ab, den er definitiv nicht gesehen haben kann.
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Vorab: es geht mir allein um den Aspekt der Regeln, eine Bewertung des Kontextes kann und werde ich nicht vornehmen, ich war schließlich nicht dabei.
http://www.tischtennis.de/media/down...sregeln_A.pdf:
6.6 Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent überzeugt sein
kann, dass er die Bedingungen der Regeln erfüllt, und jeder der beiden kann entscheiden, dass ein Aufschlag unzulässig ist.
Ergo: ein SR kann durchaus regelkonform einen Aufschlag abzählen, "den er nicht gesehen haben kann" (im Sinne von: durch Rücken verdeckt etc.). Im Grunde müsste das sogar in allen solchen Fällen geschehen, denn wie kann ein SR überzeugt sein, dass die Regeln eingehalten wurden, wenn er die Ausführung gar nicht sehen kann?
Dass dies in der Praxis mit einem SR am Tisch problematisch ist, steht außer Frage. Vor vielen Jahren hat dies bei einigen Veranstaltungen konsequent dazu geführt, dass in einem solchen Fall auf einer Seite praktisch nur RH-Aufschläge erlaubt waren...
Und um das abzurunden: ist der anwesende OSR der Meinung, dass ein OSR sich nicht regelkonform verhält, kann er den Austausch des SR veranlassen, so ganz ohnmächtig ist er nicht.
Wie auch immer: leider ist gerade das Thema Aufschläge ein Dauerbrenner. Insbesondere dort, wo nur ein SR eingesetzt und weiter verschärft, wenn es sich dabei um einen Spieler der eigenen oder anderen Mannschaft handelt. Es wäre sehr zu wünschen, wenn unser Sport diesbezüglich anders (besser) regeltechnisch aufgestellt wäre und weniger Anlass zu Streitigkeiten bieten würde.