Einzelnen Beitrag anzeigen
  #25063  
Alt 31.10.2014, 11:20
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 23.05.2001
Ort: Hessen
Beiträge: 6.153
Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Brett13 Beitrag anzeigen
Scheint mein Schicksal zu sein, dass ich nicht verstanden werde
Ich glaube noch nicht mal, dass ihr so weit auseinander seid.
Allen ist wohl klar, dass es sich hier um ein tragisches Unglück handelt.
Allen ist wohl klar, dass solche Unglücke zwar theoretisch vermeidbar sind, dass es aber in der Realität eher eine Frage von Glück ist, ob man in Situationen der Unachtsamkeit von schwerwiegenden Folgen verschont bleibt.

Den Unterschied in der Beurteilung sehe ich in erster Linie darin, dass Du das Signal das von einer solchen Schuldzuweisung ausgeht als verheerend einstufst, während WFB und mithardemb es eher auf diesen einen Fall beschränken und sich sagen, dass hier ein Versäumnis mit einer geringen Strafe belegt wurde.

Tendenziell würde ich eher Deiner Sichtweise folgen, weil ich glaube, dass jedes einzelne Unglück im Grunde vermeidbar ist, es aber unvermeidlich sein wird, dass es weiterhin solche gibt. Von "Schuld" und "Strafe" in einem solchen fall zu sprechen ist m.E. einfach völlig falsch.
Ich kann aber auch nachvollziehen, dass man es auch als falsches Signal verstehen kann, wenn die Vermeidbarkeit keine Rolle spielt und man somit Wachsamkeit und Sorgfalt nicht den Stellenwert einräumt, den sie haben sollten.

Letztlich zweifle ich aber eben auch an der Sinnhaftigkeit eines solchen Urteils, das nur einen Sündenbock sucht. Was soll man (oder auch der Betroffene) daraus lernen ?
Anfassen eines Tores nur nach schriftlicher Aufforderung mit Unterschrift unter der dazugehörigen Belehrung über das ordnungsgemäße Aufrichten eines Tores und den damit verbundenen Gefahren ?
Ich kann nicht beurteilen ob dieser Betreuer gut, mittelmäßig oder mangelhaft seiner Aufsichtspflicht nachgekommen ist, ich kann aber sehr wohl beurteilen, dass mit etwas Pech so etwas tagtäglich überall und jedem passieren kann.

Bislang hatte ich immer Glück, sowohl was meine eigenen Unvorsichtigkeiten betrifft, als auch bei Ausübung von Aufsichtspflicht bei meinen Kindern oder im Verein.

Andere hatten das Glück nicht. Und da sehe ich es so wie Bretti - die sind gestraft genug.