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Alt 13.11.2014, 22:06
Heinzi the Oberboss Heinzi the Oberboss ist offline
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Heinzi the Oberboss kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Wie verbessere ich das Auge für's Spiel / Taktik / Coaching

Zitat:
Zitat von MRuby Beitrag anzeigen
Nun schon mal drüber nachgedacht einen Trainerschein zu machen.
Die können nicht nur anderen Schläge beibringen, sondern verstehen auch das Spiel einigermaßen. Und denen fällt in der Regel auch was ein, wenn der Gegner mehr als zweimal den Ball unfallfrei zurückspielen kann.
Ich habe eine Assistenztrainerlizenz, aber in dem Lehrgang habe ich ehrlich gesagt gar nichts über Taktik gelernt. Ist aber auch eher an das Trainieren von Anfängern ausgerichtet hatte ich das Gefühl.

Eine C-Trainer-Lizenz kostet 560 Euro. Finde ich ein wenig viel, auch wenn ich da schon ernsthaft dran gedacht habe. Allerdings habe ich Angst davor, dass man da eh nix lernt, weil die Assistenztrainerlizenz schon echt sehr rudimentär gehalten war... Ich würde mir die Lernunterlagen und Inhalte und all das gerne vorher mal ansehen, einmal lernt man dadurch ja eh den halben C-Trainer, außerdem weiß ich dann, ob sich tausend Mark für den Kram ansatzweise lohnen. Könnte ich mir ja auch ein Auto von kaufen, das ist schon ne Hausnummer für ein ehrenamtliches Engagement.

Zitat:
Zitat von MRuby Beitrag anzeigen
Dann gibt es auch ne Menge Literatur zur Taktik im Tischtennis. Lesen bildet
Gruß
Irgendwelche Empfehlungen oder soll ich einfach googlen?

Zitat:
Zitat von highharmonic Beitrag anzeigen
Es gibt von William Henzell (austr. Nationalspieler) einige Videos, in denen er jeden Punkt eines Satzes analysiert. Vielleicht kannst du dir dadurch ja andere Sichtweisen erschließen:
http://www.youtube.com/user/tabletennisedge/videos
Danke, das werde ich mir mal anschauen

Zitat:
Zitat von Zuni Beitrag anzeigen
Ich kann die Situation des TE sehr gut nachvollziehen, denn manchmal geht es mir ähnlich. Ob da Theorie so viel hilft kann ich für meinen Teil nicht einmal sagen, weil für mich vielmehr das Problem ist diese Theorie dann auch in die Praxis umzusetzen.

So gibt es einerseits das Problem, dass man erst einmal Schwächen des Gegners erkennen können muss und der zu coachende Spieler zudem noch in der Lage sein muss diese aus zu nutzen. So bringt es beispielsweise Beispielsweise kaum etwas, wenn ich einem Spieler mit eher offenerem Spiel raten würde wie ich gegen den Spieler vorgehen würde.
Ich habe immer das Gefühl, dass ich erst selber gegen den Gegner spielen muss, um ein richtiges Gefühl dafür zu kriegen, was der kann und was nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich eher darauf achte, was mein Spieler macht - oder dass das alles so verdammt schnell geht. Wenn ich selber spiele und der Gegner macht nen Fehler auf nen weichen Topspin in seine Rückhand, dann denk ich mir ja, okay, guck mal, ob der da ne Schwäche hat, dann mach ich den Ball innerhalb von 2-3 Ballwechseln nochmal und merke dann wie er damit umgeht. Wenn ich aber coache, dann macht mein Spieler vielleicht einmal so nen Spinball in die gegnerische Rückhand, aber wiederholt den Ball dann nie wieder. Da weiß ich ja nicht, ob der Gegner da nur mal verkackt hat oder ob der da ne Schwäche hat. Dasselbe gilt ja für viele verschiedene Bälle, mit denen Punkte gemacht werden, wie soll man da den Überblick behalten, das ist ja alles so schnell vorbei.

Zitat:
Zitat von Zuni Beitrag anzeigen
Aber wenn es niemand anderen gibt der vielleicht eher sagen kann was er mit seinem Spielstil besser machen könnte gibt es ja aimmer noch Dinge die man machen kann: Ihm beispielsweise Schwächen des Gegners nennen die er vielleicht nicht unbedingt wahrgenommen hat - wie genau er sie dann ausnutzt ist dann ihm überlassen.
Geben würde es die schon, wir haben ein paar Leute, die gut coachen können. Aber die fahren halt nicht mal eben 250 Kilometer zur Westdeutschen Jugendmeisterschaft oder so. Da steh ich dann alleine mit Kindern, die mir haushoch überlegen sind. Gut, ein guter Coach muss nicht unbedingt selber total klasse spielen können, wir haben auch einen in der 3. Kreisklasse bei uns, der gut was von Platzierung und Taktik versteht, der kann auch gut coachen. Aber es macht die Sache zumindest schwerer.

Zitat:
Zitat von Zuni Beitrag anzeigen
Geht dies auch nicht sollte manauch nicht den psychologischen Effekt unterschätzen. Einer unserer Spieler braucht beispielsweise kein großartiges taktisches Coaching, aber dafür regelmäßig jemanden der ihn zwischen den Sätzen etwas herunter holt und ablenkt, weil er ansonsten dazu neigt auch gerne 1-2 Sätze abzuschenken - vor allem, wenn er sich in irgendeinen lächerlichen und vollkommen unwichtigen Fehler hinein steigert.
Ja, so einen haben wir auch. Das geht ja auch, ich kenne die Leute ja, da weiß ich auch, was ich denen sagen kann, wenn die sich aufregen oder verzweifeln. Manche bleiben aber auch sowieso ganz lässig, da kann ich außer anfeuern eigentlich nix mehr machen^^

Zitat:
Zitat von Zuni Beitrag anzeigen
Aber um wieder auf die ursprüngliche Problematik zurück zu kommen: Wie man genau lernt Fehler des Gegners beim Zusehen zu erkennen - ich habe keine Ahnung !
Bei mir kam das mit zunehmender Erfahrung. Ob da Trainerkurse etwas helfen können wohl eher hier anwesende Trainer sagen, doch generell müsste das eigentlich auch irgendwie Teil der Ausbildung sein, denn das erkennen und korrigieren von Fehlern gehört ja auch zu deren Job...
Ich finde das aber auch schwer, auf beide Spieler zu achten. Ich gucke meistens auf meine Spieler und korrigiere dann deren Fehler, aber seh dann halt nicht so viel beim anderen, nur auf welche Bälle der Punkte abgibt. Und wenn die dann richtig gut werden, dann hab ich eh keine Ahnung mehr, warum der Ball jetzt nicht mehr auf den Tisch kam. Die haben doch alles so gut gespielt und dann geht er knapp drüber.
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Sriver Killer: Du bist auch so ne Krösierung....
Kreismeister 2016
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