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Alt 19.11.2014, 14:23
Martho Martho ist offline
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AW: Wie funktioniert die Griffigkeit eines Belags?

Zitat:
Zitat von jes Beitrag anzeigen
http://de.wikipedia.org/wiki/Reibung#Haftreibung

Hier wird Reibung eher zu finden sein. Übrigens inklusive der Rollreibung.

Haftreibung ist nicht die haftung generell aber die maximale tangentiell ausgeubte kraft wo teile von haften ubergehen nach reiben/gleiten. Damit markiert es die zustandsubergang von haften nach rutschen. Besser darunter bleiben beim topspinspil.

So lange die haftung starker ist bleibt es haftung und reibt (noch) nichts. Wenn von reiben die rede ist gibt es gleichzeitig kein haftung (mehr). Die gleitreibugskraft ist meist niedriger als die anfangskraft womit die zustandsänderung von haften nach gleiten eintritt.

Haftreibung gibt es also nicht weil das gleichzeitiges haften und gleiten unterstellen wurde.

Rollreibung wie hier gemeint stimmt auch nur im praxis von räder mit axen und ax antreibung. Das energieverlust selbst ist aber verformungsenergie welche verloren geht. Auch bei flache schlägen ohne spin tritt das auf durch druckänderung und ist deshalb nicht specifiek fur rollen. Bei räder spilt das letzte kein roll und bleibt es als rollreibung aber fysikalisches falsch und was fur räder (mit fester ax) praktisch wirkende theorie sein kann theoretisch und praktisch auch fur bälle hochst verwirrend sein.
Fur laufschuhe wirkt es möglich auch noch wenn mann durchlauft aber mann kann nicht fort und zuruck ein fuss mit schuh abrollen und dann diese rollwiderstand elastisch benutzen. Die rollwiderstand kehr dann einfach um.
Deshalb nicht benutzbar fur countertopspin. Erst muss dann dem spin relativ zum schlager null sein und dann umkehren.

Die eigentliche widerstandskraft dafur ist die ballträgheit selbst und die haftung. Gleiten oder rollen ist dafur nicht notwendig weil das contactflach bei haftung als scharnier funktionieren kann um angulair momentum durch zu geben.

Vergleichbar mit ein auto die stark bremst und/oder beschleunigt mit offenes tur. Da rollt nichts, gleitet nichts und doch spinnt der tur heftig.

Wenn der ball auch etwas rollen kann (was bei hartere schwamm viel weniger widerstand gibt, das stimmt) funktioniert das scharnieren mit weniger belag verformung (weniger verlust von formungsenergie) leichter aber wird die haftung auch starcker beansprucht weil die resultierende tangentielle component efficienter auf die trägheitswiderstand wirkt mit darausfolgend ein hoheres spinpotential.

Einige fakte bleiben fur mich stehen :

Weiche beläge haben mehr roll und scharnier widerstand und tendenziell weniger spinpotential.

Es gibt kein beläge wo mit mann ein returnbrett verleiten kann gegentopspin zu spilen. Immer kommt weniger oder mehr backspin zuruck.

Holzer, beläge und bälle schwingen ziemlich stark nach. Teils hörbar (im ohren bereich) grossteils warscheinlich nicht. Diese energie ist an sich nicht unelastisch oder elastisch aber kann nicht auch im ball spin und schnelligkeit anwesig sein. Nicht als beschleunigung und auch nicht fur behalt.
Ob diese restenergie dann irgendwo im universum wärme gibt kann sein oder nicht sein. Diese energieubergang von vibrationen nach wärme findet dann statt nach dem balltreffen und deshalb auch nicht relevant fur das balltreffen selbst.

Geändert von Martho (19.11.2014 um 14:28 Uhr)
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