Ich glaube, es ist eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Natürlich geht es einigen um den Preisvergleich und die dahinter stehenden Arbeitsbedingungen sind ihnen

egal. In vielen Fällen ist es aber auch Bequemlichkeit oder fehlende Zeit im Zuge sich immer weiter ausdehnender Arbeitszeiten mit größerer Arbeitsdichte. Während früher der Besuch des TT-Shops noch einfach nebenbei nach der Arbeit bewerkstelligt werden konnte, ist heute zunehmends notwendig, sich dafür ein paar Stunden frei zu nehmen. Das muss man wollen - ich will das - aber viele nicht mehr. Bitter wird es dann, wenn man sich diese Zeit einplant, aber das gewünschte Material dann ausgerechnet nicht da ist (vorab telefonieren hilft). Durch den technischen Fortschritt löst die "Generation Smartphone" den Einkauf mit einem Klick. Die Zerstörung des (TT-) Einzelhandels hat da kaum jemand im Blick bzw. es ist einfach nicht so wichtig. Eigentlich schade. Die Antwort für TT-Shops kann eigentlich nur Multikanal-Erreichbarkeit und Ausweitung auf andere Sportangebote sein, sonst wird es schwer. Wer kein Online-Angebot hat, für den wird es richtig schwer. Gerade durch die Multikanalerreichbarkeit wird die Beratungskompetenz der Shops mit einem bekannten Gesicht bzw. einer bekannten Stimme wichtiger - m.E. die einzige Chance für den TT-Einzelhandel. Die Stimme und die Vereinsprozente bekommt man auch, wenn der Händler am anderen Ende der Republik ansässig ist. Auf die Kombination und Verknüpfung mit der Präsenz kommt es an. Vielleicht werden auch Angebote wieder wichtiger, dass es in Shops wieder ein Ausprobiertisch gibt (kenne ich in meiner Region nur von früher). Das wäre wieder ein Alleinstellungsmerkmal. Außerdem zieht so ein Tisch die Kids magisch an und sie werden frühzeitig auf Shop und seine Vorzüge konditioniert.