Hallo Sportfreunde,
zwar bringt die vorausgegangene Diskussion um die so genannten "Bezahlspieler" wie unser inzwischen Ex-Landsberger TT-Junior vorab die kostenpflichtige Verstärkung aus dem Ausland treffend bezeichnete, wieder etwas Leben in diesen Thread, wirft aber für mich keine neue Problematik auf. Die kenne ich als langjähriger alt- bzw. ausgedienter TT-Funktionär nämlich schon lange. Besonders seit dem, nennen wir sie von nun an Bezahlspieler aus den EU-Mitgliedsländern bei uns neben zwei Bezahlspielern aus Nicht-EU-Ländern in beliebiger Anzahl eingesetzt werden können.

Sich damit abzufinden, scheint allerdings hierzulande besonders den Vereinen schwer zu fallen, die nicht aus eigener Kraft in höherklassige Gefilde aufsteigen wollen oder können.
In Sachsen-Anhalt gilt: ohne Verstärkung mit Bezahlspielern aus dem In- oder Ausland oder gar Bezahlspielern aus der TT-Kaserne des umtriebigen Herrn Amman bleibt die Tür zur Oberliga verschlossen, wie für so manchen Schwerenöter die Tür zum Paradies.
Und wenn nun ein Verein aus Sachsen-Anhalt unbedingt in die fünfthöchste Spielklasse, also in die Oberliga oder eventuell noch höher aufsteigen will, so muss er je nach Kassenlage aufrüsten. Das hat nach Biederitz und Landsberg inzwischen auch in Wernigerode ebenso wie in Blanken- und Magdeburg Schule gemacht.
Die Wechselei nach der Hinrunde lässt nun mal die Wettspielordung des TTVSA zu - und wenn Stahl Blankenburg davon Gebrauch macht, so ist es insofern legitim, weil man vor Börde den angestrebten Aufstieg in die Oberliga absichern will und lt. Wechselliste mit Rafal Laszczynski sicherheitshalber noch einen weiteren Ausländer geordert hat.
Als Gelegenheits-Zuschauer ist es mir das doch völlig schnurz, da will ich möglichst attraktiven TT-Sport sehen. Attraktiver TT-Sport wurde mir übrigends unlängst sowohl in der Begegnung Medizin MD vs. HTTC als auch im Duell TTC Börde vs. Blankenburg geboten. Obwohl ich besonders dann etwas schmunzeln musste, wenn die ausländischen Bezahlspieler an beiden Tischen ganz toll gegeneinander gespielt haben und die deutschen Spieler an den Zähltischen saßen.
Inwiefern sich die Bezahlspieler in das Vereinsleben einbringen, vermag ich nicht zu beurteilen, dass können jene Spieler besser, die peu á peu in die unteren Mannschaften durchgereicht werden. Sicher ist nur, dass die Aufrüsterei nur so lange gut geht, wie den Vereinen ausreichend Geld von gebefreudigen Sponsoren oder sonstigen Gönnern zufließt. Versiegt dieser Zufluss, heißt es ganz schnell "rien ne va plus", nichts geht mehr - siehe Landsberg.
So war und ist es bei den Profis in den drei Bundesligen usus und so wird es ganz bestimmt bei den Amateuren in der Ober- bzw. Verbandsliga auch nicht anders sein.
Nun wünsche ich allen TT-Freunden neben einem schönen zweiten Advent und einer besinnlichen Vorweihnachtszeit eine spannende Rückrunde.

so viel wollte ich gar nicht schreiben