Hagen vs Ochenshausen, oder wie leidensfähig muss man sein um sich die TTBL live anzutun
Hagen wie immer mit einem gut aufgelegten Ovidiu Ionescu, der diesmal das Pech hatte auf einen Gegner getroffen zu sein, dem aus meiner Sicht an Fairness nicht viel liegt. Ein für jedermann (bis auf die beiden am Tisch agierenden SR) in der Halle sichtbarer Netzaufschlag der deutlicheren Sorte im 4. Satz beim Stand von 9:10 wurde angeblich von Skachkov eben so wenig erkannt. Sorry, liebe Ochsenhausen Fans, aber das war nicht in Ordnung, denn auch wenn es niemand beweisen kann, hat jeder mit ein wenig Sachverstand gemerkt, dass Skachkov die Verwirrung der beiden SR für sich nutzte und es ihnen überließ die Entscheidung zu treffen. Da beide den Netzaufschlag nicht wahrnahmen und Skachkov sich entschloss sich blind zu stellen, konnte der SRaT gar nicht anders bzw Ovidiu roch den Braten schon bevor dann letztendlich auf Punkt für Skachkov entschieden wurde und legte seinen Schläger auf dem Tisch ab, schnappte sich sein Handtuch und verzog sich in seine Ecke. So glich Skachkov damit zum 2:2 aus. Der 5. Satz nahm ein nicht minder bitteres Ende für Ovidiu. Bis zum 9:9 kämpfte er wie jede Woche vorbildlich. Dann ließ er sich von einem langen Aufschlag foppen. 9:10. Der zweite Aufschlag von Skachkov war dann der letzte Ball des Spiels, denn auch diesen konnte Ovidiu nicht richtig lesen...
Das war das einzig erwähnenswerte Spiel des Nachmitags. Zuvor verlor Ricardo Walther sang und klanglos gegen Liam Pitchford. Vor Wochenfrist war Ricardo Walther noch sehr gut aufgelegt. Heute jedoch nicht konkurrenzfähig.
Die Zuschauer wurden wie vorgesehen nach dem zweiten Einzel in die Pause entlassen. Zurück in der Halle erfuhr man dass das nächste Einzel - Walther gegen Skachkov 10 min. später beginnen müsse, da Walther sich verletzt hatte. Leider hatte man versäumt die Zuschauer darüber zu informieren, dass Simon Gauzy auf Ochsenhauser Seite das Spiel 3 gegen 3 kampflos aufgegeben hatte.
Eine viertel Stunde später war dann auch klar, dass Ricado Walther nicht spielen konnte - warum blieb leider eben so im Ungewissen. Die TTBL mit einigen Sonderlocken bei den Regulierungen gesegnet machte es dann möglich, dass Andreas Fejer-Konnert für Walther einspringen konnte. Das Ergebnis dieser Begegnung war leider von vornherein klar.
Somit ist in Hagen das dritte Heimspiel in Folge mit einer Niederlage besiegelt worden. Tragisch für Hagen, denn alle drei Begebnungen hätten auch aunders herum ausgehen können.
Schlimmer als die drei Niederlagen ist zumindest für mich, wie sich heute in Hagen der TT-Sport in der höchsten Liga präsentierte. Nein, nicht Anderas Fejer-Konnert war das Problem. Ein Team aus Ochenhausen, dass nicht erkennen ließ warum ein Gauzy nicht antreten oder nicht für entsprechenden Ersatz gesorgt werden konnte. Auf Hagener Seite war es mit Walther auch nicht viel besser.
Sorry, solchen Darbietungen beizuwohnen braucht kein Mensch. Geboten wurde letztendlich ein Einzel, das erwähnenswert war. In diesem trug sich dann am Ende des vierten Satzes noch zu all dem Dilemma auch noch eine unschöne Situation zu, die zumindest den Eindruck hinterließ spielentscheidend gewesen zu sein.
Gut, dass jetzt erst mal Pause ist. Warum die Rückrunde in der TTBL schon im Dezember beginnen muss, muss ich auch nicht unbedingt verstehen...