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Alt 16.12.2014, 22:51
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Matthias Landfried
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AW: Was spielen die Profis?

Wenn man so argumentiert, dann dürfte man als Hersteller ja gar keine Hölzer mehr produzieren, die in irgendeiner Form Ähnlichkeit mit Hölzern anderer Firmen haben.

Es gab / gibt ja auch genügend Hölzer mit dünneren roten Schichten, z.B.

Donic Persson Powerallround
Banda Carrera
Stiga Allround Evolution
Butterfly Primo Powerfeeling
Tibhar Samsonov Premium Contact
...

Das führt jetzt an dieser Stelle eigentlich zu weit und ist auch zu sehr Offtopic, aber ich finde dieses Schubladen-Denken nervig, dass immer Dinge als grundsätzlich und allgemeingültig hingestellt werden, vor allem wenn es um die verschiedenen Marken geht.

Es gibt keine Marke, von der ausnahmslos jedes Holz super oder schlecht ist, vor allem nicht für jeden einzelnen Spieler.

Ich bin ja bekanntermaßen schon immer großer Fan schwedischer Hölzer gewesen und habe gefühlte Jahrzehnte Banda Carrera und Stiga Offensive Classic gespielt. Aber auch von Stiga gab und gibt es Hölzer, die ich nicht empfehlen würde. Genauso ist das bei Butterfly, Tibhar, Donic, ...

Man kann bei jeder Marke gute Hölzer finden, bei mancher mehr, bei mancher weniger. Oft ist es so, dass man nicht von einem Holz generell sprechen kann, also dass alle Stiga Clipper Wood oder alle Butterfly Boll ALC Hölzer super sind, denn allgemein und insbesondere auch bei diesen beiden Hölzern habe ich schon alles gehabt. Ein tolles Clipper Wood, für das mir zwei höherklassige Spieler "jeden" Preis gezahlt hätten, aber auch welche die 99 Gramm gewogen haben und bei denen man vorher den Griff mit Schmiergelpapier schleifen musste, damit man sich keinen Spreißen/Spreißel einfängt und erstmal die schräg eingesetzte Linse in den Griff pressen musste. Genauso ein sehr gefühlvolles 81 Gramm ALC und dann ein sehr gutes 95 Gramm ALC, das ich einem WRL Top-100-Spieler verkauft habe, dann aber plötzlich wieder ein 88 Gramm ALC, das sich so gefühllos "wie eine Metallplatte" angefühlt hat.

Donic ist sicherlich eine Firma, die im Holzbereich zu den führenden Firmen gehört, die nicht nur im Amateurbereich sehr verbreitet ist, sondern auch im Profibereich und darunter in der 2./3. Bundesliga, Regionaliga und Oberliga findet man viele Spieler mit Donic-Hölzern. Daher finde ich diese Kritik einfach unpassend, vor allem mit einer Wortwahl wie "Häme" usw.

In unserem Shop gehören nach wie vor diese Hölzer zu den absoluten Rennern:

Appelgren Allplay
Persson Powerallround
Waldner Senso V1/V2
Waldner Senso Carbon
Persson Powerplay

Und man muss einfach auch in der Lage sein, mal über seinen eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, in jeder Region können sich Dinge ganz anders darstellen, was meistens abhängig von der jeweiligen Händlersituation vor Ort ist. Ich habe schon einen Saisonvorbereitungslehrgang für zwei Vereine veranstaltet, bei denen haben 60% im Damen-/Herrenbereich und 80% im Jugendbereich ein Donic Epox-Holz gespielt, da hat niemand Stiga und Butterfly gespielt.
Als ich in Korea und Hongkong war, war ich selber überrascht, wieviele Spieler dort das Donic Li Ping Kitex spielen, ein Holz das ich selber gar nicht auf dem Radar hatte.
Und schaut Euch mal die Holzsituation bei Weltklasseabwehrspieler/innen an, wie oft dort das Donic Defplay Senso zum Einsatz kommt.

Daher sollte man vielleicht einfach mal ein bisschen toleranter sein und seine Scheuklappen ablegen. Aber da könnte man direkt im Belagbereich weiter machen, wo es für viele auch nur zwei Schubladen gibt, (A) ESN und (B) Tenergy, ohne zu blicken, dass es gerade bei ESN so dermaßen viele verschiedene (!) Beläge gibt, die ein ganz breites Spektrum abdecken. Obwohl sich da vor allem in den letzten Jahren sehr viel getan hat, schreiben einige Ahnungslose immer noch pauschal von "ESN-Flummi". Ganz ehrlich, wenn ich so etwas lese, dann weiß ich sofort, dass derjenige nur ein sehr begrenztes Wissen in diesem Bereich hat.

Ist sowieso spannend, dass "Katapult" seit einiger Zeit fast schon ein Schimpfwort geworden ist. Ich weiß gar nicht, was daran negativ behaftet ist. Früher zu Frischklebezeiten, konnte man gar nicht genügend Katapult haben und jetzt bei Belägen mit eingebautem Frischklebeeffekt hat plötzlich jeder seinen Armzug entdeckt!?
Aber ist auch wieder so etwas, da lesen manche solche Aussagen, plappern das dann nach und plötzlich ist das dann "allgemeingültig".

Ich wage fast mal zu behaupten, dass den meisten Spielern ein etwas unterstützender (katapultiger) Belag gut tut, gerade wenn es darum geht, gegen einen Schupfball mit Topspin zu eröffnen. Insbesondere bei ESN findet man auch viele Beläge, die viel Eigenenergie (Katapult) haben, aber eben nicht ausnahmslos! Wer weniger Katapult möchte, sondern mehr mit dem eigenen Armzug arbeiten möchte, der soll Tenergy spielen oder die Belagvarianten von ESN, bei denen man mehr Armzug benötigt.

Ich sehe zu oft Spieler, selbst bei Spielern mit einem TTR-Wert im Bereich von 1000, die sich mit Belägen wie Tenergy 05 oder Evolution MX-P abquälen, jeden zweiten Ball ins Netz ziehen und man sieht sofort, dass die sich mit einem T05-FX oder Evolution FX-P wesentlich leichter tun würden und vermutlich sogar mit einem Nimbus Soft oder Desto F3 Bigslam viel besser spielen würden.
Aber dann liest man hier was die Profis spielen, die zweimal täglich trainieren und diesen Sport berufsmäßig betreiben, dann muss man natürlich selber auch T05 und MX-P spielen (wenn nicht sogar gleich einen mit gebackenem Tiger-Urin getunten DHS Neo Hurricane ), um dann auf Nachfrage zu erklären, dass sie diese harten Beläge benötigen, damit der Ball beim Gegentopspin (in der Kreisklasse C im mittleren Paarkreuz) nicht aufs Holz durchschlägt...

Naja, Beitrag hätte ich mir eigentlich sparen können, aber manchmal juckt es mich schon in den Fingern, wenn ich manches lese. Aber im Anschluss ärgert man sich dann öfters selber, wenn entweder wieder jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, Dinge reininterpretiert werden oder man z.B. einen informativen Beitrag über Profibeläge schreibt und dann "gefühlt 2 Beiträge später" wieder ein Beitrag kommt, in dem einer schreibt, dass er sich sicher ist, dass es gar keine Profibeläge gibt, weil Timo Boll das in seinem Buch geschrieben hätte...
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