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Zitat von Zuni
Im übrigen ist es bei den Belägen größtenteils ja auch ein offenes Geheimnis wer wo produzieren lässt ohne, dass es dort zu Problemen für einzelne Hersteller / Marken kommt.
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Wobei es bei Belägen entscheidende Unterschiede gibt!
Beläge werden für die einzelnen Marken speziell nach Vorgaben produziert, bei Bällen gehe ich nicht davon aus.
Zitat:
Zitat von Zuni
Allerdings frage ich persönlich mich, ob dieProduktionsstätte an sich so aussagekräftig ist, wenn es um die Qualität geht. Denn das Werk das beispielsweise die C-Bälle für Nittaku produziert hat wird unter Garantie auch andere Hersteller beliefert haben ohne, dass deren Bälle dann an die Qualität der Nittakus heran gekommen wären...
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Was veranlasst dich zu dieser Annahme?
Ich gehe davon aus, dass Nittaku in Japan und DHS in China immer den gleichen Rohling (Ball ohne Stempel) produzieren. Dass Nittaku dann die unter eigenen Namen vertriebenen Bälle besser selektiert, mag durchaus sein, halte ich aber für nicht plausibel. Die Einkäufer der anderen Marken werden sicherlich nicht schlafen und darauf achten, dass sie keinen Schrott angedreht kriegen.
Was letztendlich einen qualitativ guten Ball (Bleiben wir ruhig mal bei Zelluloidbällen.) ausmacht, wäre auch erst mal zu beantworten. Rundheit, Größe (eigentlich müsste man bei C-Bällen von möglichst nahe an der Mindestgröße reden.), Gewicht, Gleichmäßigkeit im Absprungverhalten und Haltbarkeit sind es. Durch was genau werden diese Eigenschaften erreicht? Größe, Gewicht und Rundheit lässt sich am Ehesten durch entsprechende Verfahren gleich nach der Produktion selektieren. Beim Absprungverhalten, was wohl vor allem durch die Gleichmäßigkeit der Wandstärke erzielt werden kann, wird es schon weitaus schwieriger. Bei Zelluloidbällen ist nach der Produktion eine gewisse Lagerzeit zur Aushärtung von Nöten. Wenn diese nicht eingehalten wird, sind die Bälle zu weich. Da mag es durchaus bei den unterschiedlichen Marken unterschiede geben. Ob Absicht oder Zwangsläufigkeiten dahinter steckt, weiß auch niemand. Mag auch sein, dass das alle Marken mal betrifft. Bei der Haltbarkeit ist es noch schwieriger. Da sind es das Verkleben der Naht und die Gleichmäßigkeit der Wandstärke, die ein nicht unerheblichen Einfluss darauf haben. Inwieweit, die Rohlinge - in dem Fall die sicher zugekauften Zelluloid"oblaten" - Einfluss haben, wäre sicher interessant zu wissen. Nur wer weiß das alles schon?
Jedenfalls sehen meine persönlichen Beobachtung der letzten Jahre so aus, dass Qualität im Sinne von Haltbarkeit - egal welche Marke - eher ein Glücksspiel ist. Ich habe lange Zeit Nittakus gespielt, dass die haltbarer als andere Bälle waren, habe ich keineswegs feststellen können. Die Größe habe ich nie kontrolliert. Bei der Rundheit, hatten die Nittakus (und auch die anderen japanischen Bälle) hingegen eindeutig die Nase vorn.
BTW: Was die ITTF betrifft, kann ich es sehr gut nachvollziehen, dass sie sich nicht als so was wie foodwatch sehen. Mehr als anregen, dass die einzelnen Marken die Karten offen legen, können und sollten sie sicher nicht. Der TT-Sport braucht Sponsoren und eine Aufgabe der ITTF ist es im Sinne des TT-Sport möglichst viele Sponsoren bei Laune zu halten. Ohne Geld ist Spitzen-TT nun mal nicht möglich. Da dürfte jede Marke, die sich mit allen benötigten Materialien unseres Sport beschäftigt von immenser Wichtigkeit sein. Viele Bezugsquellen für Gelder hat unser Sport leider nun mal nicht. Schau dich hier im Lande mal um und zähle mal die echten TT-Profis, die ausschließlich vom TT-Sport leben können. Ich fürchte, sehr viele kommen dabei nicht zusammen...
Was die P-Bälle betrifft, sieht mein persönliche Urteil augenblicklich so aus. Dem Spitzen-TT hat weder das andere Material noch die leichte Größenänderung geschadet. Jedenfalls habe ich schon nicht wenige Spiele von der 3. bis zur 1. Liga mit P-Bällen gesehen und die mir dort gezeigten, für mich nach wie vor unglaublichen Ballwechsel, gaben keinen Anlass zur Klage. Die Haltbarkeit gibt hingegen ab und an durchaus Grund zur Klage. Dramatisches habe ich hingegen noch nicht mitbekommen. Dass daran weiter gearbeitet wird (werden muss) schreibt ja TvB, der mit diesem Thema wohl der Vertrauteste von allen hier Diskutierenden ist, selbst. IMHO könnte ein wenig Gelassenheit da nicht schaden. Die meisten von uns tummeln sich wohl in unteren Ligen und dort wird ja in den allermeisten Fällen noch mit dem nicht verbotenen C-Bällen gespielt. Bei aller verständlichen Aufregung zu Anfangs bin ich mittlerweile der Meinung, dass die Umstellung auf P-Bälle für die breite Masse hätte kaum besser gemacht werden können. Jeder kann, aber keiner muss und an der Qualität der P-Bälle wird sich schon was zum Besseren bewegen, sodass die echte Umstellung für die meisten von uns problemlos über die Bühne gehen wird.
In den oberen Ligen wird nach meinem Empfinden nicht wegen der dort schon eingesetzten P-Bälle gejammert. An deren TT-Fähigkeiten kann ich mir leider auf Grund des fehlenden Könnens kein Beispiel nehmen, an deren Einstellung zu den P-Bällen schon