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Alt 11.01.2015, 13:10
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Allgemeine Diskussion über TTR-Werte

Zitat:
Schauen wir uns mal die Situation in einer 6er Mannschaft an, wenn die Nummer 1 oder 2 ausfällt und nicht aufgestellt wird.

-3 muss ins vordere Paarkreuz aufrücken.
-5 muss ins mittleren Paarkreuz aufrücken
-Ersatzspieler muss an 6 spielen

Das kann im Extremfall dazu führen, dass man 6 Spiele verliert die man gewinnt falls ein kranker Spieler aufgestellt wird und dort abschenkt.
Der unbestreitbare Nachteil, wenn z.B. die Nr. 1 ausfällt und somit mindestes ein Einzel der Mannschaft des Verletzten verloren geht reicht also nicht aus?

Es ist also fairer, wenn dazu noch zusätzliche Nachteile geschaffen werden.

Diese Art zu denken, ist mir persönlich fremd.
Zitat:
Wenn es kein Vorteil ist, warum stellt man den erkrankten (und somit eigentlich nicht verfügbaren) Spieler dann überhaupt auf
Erst mal sollte man hinterfragen, warum überhaupt mit einem oder sogar zwei Spielern weniger als die Sollstärke angetreten werden darf. Wenn das erlaubt ist, was es ja nun mal ist, dann besteht in dem Fall der verletzten Nr. 1 grundsätzlich ein Nachteil, wenn er das Spiel abschenkt. Daraus kann man auch keinen Vorteil konstruieren. Richtig ist, dass durch eine Aufrückpflicht zusätzliche Nachteile geschaffen werden. Über diese Regulierung kann man sich als Gegner, der dadurch einen zusätzlichen Vorteil erlangt, freuen, muss man aber nicht. Darin sogar noch eine gerechte Zwangsläufigkeit zuerkennen, widerstrebt zumindest mir.

Zitat:
Beim diesem Punktspiel sind die Spieler eben nicht entsprechend der Stärke der antretenden Mannschaft aufgestellt, sondern es wird ein "Lücke" gelassen (bzw. mit einem erkrankten und nicht verfügbaren Spieler als Dummy gefüllt).
Natürlich wird trotz des Nichtaufrückens entsprechend der vorgegebenen Spielstärkereihenfolge aufgestellt! Immerhin handelt sich es zudem noch um die vorgegebene Spielstärkereihenfolge, die immer für eine ganze Halbserie Geltung haben muss. Ein vorgegebene Spielstärkenreihenfolge, die sich von Spieltag zu Spieltag ändert gibt es nicht.

Zitat:
Wenn man anders denkt bräuchte der Spieler auch gar nicht mit antreten, sondern es wird einfach immer an den Positionen aufgestellt, wo man in der Mannschaftsmeldung gemeldet ist.
Das wäre sicher eine Möglichkeit damit umzugehen. Dass es Verbände mit einer WO gibt, wie die meines Wissens nach in Bayern z.B., in der es kaum zu Problemen führt Dummys aufzustellen, da es dort keine Regelung gibt, die darauf besteht, dass z.B. bei einem fünfmaligen Fehlen in ununterbrochener Reihenfolge beim Verlust der Sollstärke aus unteren Mannschaften aufgerückt werden muss, macht es sicher zu einem viel größeren Problem, da sich dadurch tatsächlich Vorteile ergeben können.


Zitat:
Worin besteht denn hier das "in den Dienst der Mannschaft stellen"? Dass er zur Begrüßung (zumindest im BTTV ausreichend) kurz in die Halle kommt?

Ist es nicht gerade das "Herschenken" seiner TTR-Punkte, das man als "in den Dienst der Mannschaft stellen" betrachten kann?
Das könnte man glatt so sehen, wenn es da nicht die dadurch entstehende Verfälschung des TTR geben würde. Diese unnötige Verfälschung des Spielstärkewertes, bei dem sich so viel Mühe gegeben wird, ihn möglichst exakt zu ermitteln, bringt nun mal nicht nur mit sich, dass der betreffende Spieler, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt, bestraft wird, sondern leider auch, dass jeder Gegner von ihm nach so einer Aktion (oder wohlmöglich nach mehreren solcher Aktionen, was zu einem völlig von der wirklichen Spielstärke des verletzten Spielers abweichenden Spielstärkewerts führen kann) einen Nachteil hat. Denn der nun bestehende TTR-Wert gaukelt vor, dass der Gegner evtl. sogar besser sein muss als dieser Spieler und verliert dementsprechend mehr TTR-Punkte wenn er wie der tatsächlichen Spielstärke des zuvor verletzten Gegenüber zu erwarten verliert.

Und diesen Umstand muss man dieser TTR-Regulierung (Das Spiele von Spielern, die namentlich genaant sind aber real gar nicht gespielt haben) ankreiden. Was Gutes im Sinne einer möglichst exakten Spielstärke Ermittlung kommt dabei nun mal nicht raus.



Zitat:
Ich denke, dass es eigentlich nicht gewollt ist, dass derartige Dummys aufgestellt werden. Da man dies aber nur schlecht unterbinden kann, hat man zumindest die Regelung mit der Wertung der Einzelspiele getroffen.
Das mag so sein. Nur kommt dabei eben nichts wirklich Gutes im Sinne eines möglichst exakten TTR-Wert dabei raus und führt eben auch zu Nachteilen (bzw zu Vorteilen, die dann wiederum bei unbeteiligten Dritten zu Vor- oder Nachteilen führen, die den Spielstärkewert von vielen unnötig verfälschen)für die Gegner, auf die dieser Spieler trifft, wenn die Verletzung ausgeheilt ist und wieder ins Spielgeschehen eingreift.
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