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AW: Giant Dragon Storm
So, ich habe jetzt den Storm Soft für 3 Std. gespielt.
Zu den Fragen:
Zur Haltbarkeit kann ich natürlich noch nichts sagen. Die Verklebung scheint halbwegs stabil zu sein - ich habe bei den Schnittresten mal versucht das OG abzuziehen, das ging schwer. Der Schwamm scheint auch nicht großartig porös und brüchig zu sein.
Der Belag ist aus der Verpackung leicht klebrig, der Ball lässt sich ganz kurz anheben und fällt sofort runter.
Da ich eine lange Anlaufphase vermeiden wollte, habe ich, wie ich das meistens mache, die Klebrigkeit ein wenig runtergerubbelt, also mehrfaches Reinigen mit starkem Aufdrücken des Reinigungsschwammes - eine leichte Restklebrigkeit bleibt.
Außerdem glänzt/spiegelt das OG ein bisschen, aber das nur am Rande.
Nun zu meinen Eindrücken:
Das Wichtigste zuerst: Mir gefällt der Belag sehr gut und ich werde ihn weiter spielen. Das kommt für mich ein bisschen überraschend, da sich der Belag ja beim Auspacken etwas labberig angefühlt hatte und ich bei softeren Chinabelägen bisher nicht so recht glücklich geworden bin. Auf dem Holz dann doch ein recht konkreter, angenehmer Anschlag und eine glückliche Abstimmung - nicht zu schwammig, ncht zu brettig - sehr schön.
Der Belag spielt sich wie ein leicht weicherer G3 Superspin Hard mit höherem Absprung, finde ich. Passt bei mir genau ins Raster.
Er hat dieses besondere von mir geschätzte Anschlagsgefühl, das es vor allem bei Grip-S, T05 und GD Topenergy und G3 Superspin hard gibt - ein angenehmes, kompaktes Anschlaggefühl, ein leichtes "töck"-Geräusch, dass hier sicher leiser ist als bei G3 und Topenergy.
Der Belag hat bei mir auf der VH einen Grip-S Europe 1.8 ersetzt und ich konnte ihn sofort intuitiv weiterspielen.
Bei passiven Bällen, vor allem VH-Block empfinde ich ihn als weniger zickig als den GSE, Rückschläge/VH-Schupf/VH-US können einfacher flach und schnittig gehalten werden. Dazu kommt ein für mich deutlich größeres Fenster bei der Eröffnung - es kann leichter und mit mehr Bogen angezogen werden, als mit dem GSE, ohne dass die Bälle drübergehen. Der Spin bei TS ist auf ähnlichem Niveau. Bei ordentlicher Beschleunigung kommt auch ganz gut was rum. AS evtl. mit einem Tick weniger Schnitt, aber nicht wesentlich entschärft, so dass für mich die Vorteile nach erster Einschätzung insgesamt überwiegen. Durchgerutschte oder runtergefallene Bälle waren nicht dabei.
Alles in allem für mich einfacher zu spielen als der GSE. Der GSE war für mich bisher ein guter Kompromiss, da er sehr viel Schnitt im AS macht, eher gemäßigten Katapult hat, sich kompakt spielt und mir die Dynamik der ESN-Beläge teilweise für meine (nicht besonders gute) VH teilweise schon zu viel war. Auf der RH spiele ich einen Victas 401, der da sehr gut funktioniert, auf der VH mir aber doch nicht richtig liegt.
Kann natürlich alles Test-Euphorie sein, aber ich habe direkt alle Schläge intuitiv spielen können, ohne groß umzustellen und hatte das Ergebnis, dass die Kontrolle ingesamt besser ist, trotz verbesserter Eröffnungsoptionen. Entsprechende Trainingsspiele haben den Eindruck nochmal bestätigt.
Wer also gerne mal was aus der Rubrik GD G3 Superspin hard, GSE usw. probieren möchte, und vielleicht eine etwas gutmütigere Abstimmung mit höherem Absprung bei erhaltener Spinentwicklung und guter Kontrolle haben will, sollte sich den Storm soft mal ansehen. Im Vergleich ist er auch relativ leicht.
Vielleicht interessiert sich ja noch der eine oder andere für diesen Nischenbelag, mich würde es freuen. Fragen beantorte ich gerne, so möglich.
(TTR 1400 ... 1450)
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