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Alt 27.01.2015, 11:15
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Wohlfühlbacher Wohlfühlbacher ist offline
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AW: Alex "The Flash" Flemming ist Vize-Weltmeister

Hier die euphorisierte fränngische Bresse (Kopiert aus ner pdf-Datei, daher etwas "zerstrichelt")

Hilpoltstein (HK) Drei Punkte ha- ben Alexander Flemming bei der Weltmeisterschaft im Ping Pong in London zum Titel gefehlt. In ei- nem dramatischen Finale unter- lag der Spitzenspieler des TV Hil- poltstein in der Nacht zum Mon- tag dem Engländer Andrew Bag- galey denkbar knapp in fünf Sät- zen. Nichtsdestotrotz hält sich die Enttäuschung in Grenzen.
Die Stimme ist noch ziemlich lädiert. „Nicht vom Feiern, son- dern vom lauten Schreien in den Spielen“, versichert Alexander Flemming am Tag danach. Ei- gentlich sollte es nach dem Turnier noch in einen Londo- ner Club gehen, in dem – man mag es nicht glauben – etliche Tischtennisplatten zum Spie- len stehen. Doch der Club hat- te am späten Sonntagabend schon zu. „So waren es nur zwei Bier“, sagt Flemming, während er auf seinen Rückflug nach Berlin wartet. „Aber ich war oh- nehin zu platt zum Feiern.“
Wie vor einer Woche bei den Titelkämpfen um die Bayerische Meisterschaft, als er zwei Mal im Endspiel stand, zog Flem- ming auch am Sonntag im Fi- nale der „World Championship of Ping Pong“ den Kürzeren. In einem an Spannung kaum zu übertreffenden Finale gegen den völlig entfesselt aufspielenden Engländer Andrew Baggaley un- terlag „The Flash“ – so wird Flem- ming in England genannt – mit 13:15, 10:15, 15:12, 15:10, 12:15. Doch selbst ohne den Titelge- winn ist es für Alexander Flem- ming einer der größten Erfolge in seiner Karriere.
Enttäuschung? Fehlanzeige! „Natürlich denkt man kurz da- rüber nach, was gewesen wäre, wenn ich denn Weltmeister ge- worden wäre“, gibt der 27-Jäh- rige zu. „Aber ich habe nicht an- satzweise damit gerechnet, dass ich es überhaupt so weit schaf- fe. Ich habe zwei Spiele ordent- lich gedreht“, sagt der Spitzen- spieler des TV. „Aber Baggaley hat es auch einfach verdient. Er hat im Halbfinale den dreifachen Weltmeister geschlagen.“
Mit seiner eigenen Leistung braucht sich der Studenten der Wirtschaftswissenschaften – in zwei Wochen stehen für Flem- ming wieder Prüfungen an – aber keinesfalls zu verstecken. Im Achtel-, Viertel- und Halb- finale räumte er mit dem US- Amerikaner Ilija Lupulesku (Nummer 2 der Setzliste), Ga- vin Rumgay aus Schottland (7) sowie dem Slowaken Lubomir Pistej (6) drei gesetzte Spieler in Folge jeweils mit 2:1 Sätzen aus dem Weg. Gegen Rumgay und Pistej drehte er sogar ei- nen Rückstand.
„Eine unglaubliche Atmosphäre“: Alexander Flemming schwärmt von der professionellen Vermarktung von Ping Pong in England. Im Londoner Alexandra Palace spielt der Spitzenspieler des TV Hilpoltstein dabei vor 1000 Zuschauern (ganz oben). Dank seiner spektakulären Spielweise und seines Spitznamens „The Flash“ avanciert der 27-Jährige dabei wie schon im Vorjahr zu einem wahren Publikumsliebling (oben links). Das ändert sich im Finale, wo er sich letztlich dem Engländer Andrew Baggaley mit 2:3 Sätzen geschlagen geben muss. Fotos: Lustig/Matchroom Sports
Nur im Finale, das über fünf Sätze geht, hat es für Alexander Flemming nicht ganz gereicht. Zwar gelang ihm auch hier nach einem 0:2-Satzrückstand eine be- eindruckende Aufholjagd, doch im entscheidenden fünften Satz war der Engländer – unter- stützt von fast 1000 Anhängern im Londoner „Ally Pally“ – ei- nen Tick mutiger. Beim Stand von 12:12 riskierte Baggaley, die Nummer 149 der Tischtennis- Weltrangliste, noch einmal al- les und machte den vorent- scheidenden Punkt. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt
Flemming, dessen bislang beste Platzierung in der Weltrangliste nur Rang 473 ist.
Doch auch als Vizeweltmeister lässt es sich für die Verhältnisse eines Tischtennisspielers ganz gut aushalten. Immerhin gab es für Flemming als Trost- pflaster für die Niederlage ein stolzes Preisgeld von 10 000 Dol- lar (knapp 9000 Euro). Was er mit dem Geld anfangen will, weiß Alexander Flemming noch nicht. „Aber mein Auto hat jetzt schon 215 000 Kilometer runter und mein Handy ist auch noch kaputt gegangen“, sagt der gebürtige Leipziger und lacht. „So einen Stundenlohn bekomme ich wohl in meinem ganzen Le- ben nicht mehr.“ Zudem muss sich Flemming im kommenden Jahr nicht mehr für die WM qua- lifizieren, sondern ist automa- tisch an Position zwei gesetzt.
Auch wenn er sich bislang nie so recht mit dem außerge- wöhnlichen Hobby seines Spit- zenspielers anfreunden konn- te, freute sich Hilpoltsteins Teammanager Bernd Beringer gestern von ganzem Herzen mit seinem Schützling. „Das war ei- ne großartige Leistung, ich freue mich sehr für ihn“, sagt Beringer, der den Turnierverlauf im Internet verfolgt und mitgefie- bert hat. „Das gibt ihm wieder das Selbstvertrauen, dass er ab- solute Weltklassespieler schla- gen kann“, sagt Beringer und hofft, „dass er davon viel mit- nehmen kann und positive Er- kenntnisse daraus zieht“. Das kann Flemming bereits am Samstag (bei der DJK Sportbund Stuttgart) und am Sonntag (zu Hause gegen den SB Versbach) wieder mit dem TV Hilpoltstein in der 3. Tischtennis-Bundes- liga Süd unter Beweis stellen.
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Geh, scheiß di ned ooh...
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