Zitat:
Zitat von Hillegosser
In unteren Gefilden gehört der soziale Aspekt auch dazu!
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Voll d'accord, was das "Auch-dazu-gehören" anbelangt. Ich habe nur den Eindruck, dass "der soziale Aspekt" (ein Euphemismus für die Biere beim Apres-Tischtennis in der Kneipe) bei vielen Aktiven in den unteren Ligen wesentlich wichtiger ist als der eigentliche Sport. Die Frage ist doch: Was ist Hund und was ist Schwanz? Und wer wedelt mit wem?
Bevor ich hier als Spaßbremse eingeordnet werde: In unserer heutigen individualisierten und anonymisierten Gesellschaft ist es extrem wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, wo Menschen zusammenkommen und kommunizieren. Ob das jetzt in der Umkleide, am Tischtennis-Tisch oder hinterher in der Kneipe ist, ist unter diesem Aspekt eher nachrangig.
Die Leute sind nun mal verschieden: Für die einen hat wirklich der Sport die absolute Priorität, für die anderen eher das Drumherum und die Geselligkeit. Die meisten bewegen sich vermutlich irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen.
Die Sportart, die es am besten schafft, diese verschiedenen Interessen zu bündeln und möglichst viele zu integrieren, schneidet am besten ab. Fußball dürfte hier unerreichbar sein. Irgendwie fühlen sich dort alle zu Hause: die Profispieler, die "Bolzer" (bitte nicht negativ verstehen!) in den unteren Ligen, die rein als Zuschauer "Aktiven". Es besteht ein Grundkonsens, der von keinem in Frage gestellt wird.
Tischtennis ist davon himmelweit entfernt. Es liegen Welten zwischen dem Lager der Hobby-Sportler und dem der Leistunssport-Interessierten. Allein der oft zitierte und oft gehörte Spruch "Wir sind doch nicht in der Bundesliga!" spricht doch Bände!
Patent-Lösungen für diese Problematik weiß ich leider auch nicht. Auf jeden Fall ist das Statement des WTTV-Präsidenten bemerkenswert und nachdenkenswert.