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Alt 03.02.2015, 11:16
Hillegosser Hillegosser ist offline
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AW: Tischtennis und Außendarstellung

Zitat:
Zitat von Porthos Beitrag anzeigen
Voll d'accord, was das "Auch-dazu-gehören" anbelangt. Ich habe nur den Eindruck, dass "der soziale Aspekt" (ein Euphemismus für die Biere beim Apres-Tischtennis in der Kneipe) bei vielen Aktiven in den unteren Ligen wesentlich wichtiger ist als der eigentliche Sport. Die Frage ist doch: Was ist Hund und was ist Schwanz? Und wer wedelt mit wem?
Bevor das missverstanden wird, ich würde mir manchmal auch lieber mehr struckturiertes Systemtraining wünschen.
Aber nachdem ich es in der Jugend kaum und im Herrenbereich von gewissen Initiativen (Lehrgängen) abgesehen, gar nicht erlebt habe, komme ich auch ohne klar.
Und deutlich ältere Spieler wollen es wirklich nicht mehr, was ich durchaus nachvollziehen kann.
Und wenn man, wie von Jimih gefordert seinen Sport ernst und gleichzeitig den Vergleich zum Fussball nimmt, dann müsste er seine aktive Karriere an den Nagel hängen, da er zu alt ist! Vielleicht müsste man dann auch eine Altherrenliga einführen, für die aber im Fussball auch kaum einer richtig trainiert.

Ohne all die Mitglieder, die dem TT primär aufgrund der sozialen Aspekte treu bleiben, würden die Aktivenzahlen in Grund und Boden schrumpfen.

Tischtennis kann man halt bis ins hohe Alter spielen.
Was auf der einen Seite gut ist, aber auf der anderen Seite gerade bei Neuerungen wie Systemtraining geradezu Generationen übergreifende Probleme schafft.
Wenn ich im Fussball Neurungen im Training einführen will, dann kann ich zur Not in der F-Jugend damit anfangen, im Jahr darauf in der E und F, im Jahr darauf in der D,E und F-Jugend... und soweiter fortfahren. Dann habe ich meine Trainigsrevolution eher Evolution nach spätestens 5 Jahren im kompletten Verein durchgesetzt. Ältere Spieler sind zu der Zeit längst in der Altherrentruppe angekommen und damit aussen vor.

Wenn man als Verein die Möglichkeit hat, den Spagat zu schaffen - bspw. durch aufgeteilte Trainingstage für System- und "normales" Training zu schaffen, dann sollte man das versuchen.
Aber selbst mit reichlich Hallenzeiten stößt man da schnell an seine Grenzen.
Und Hallenzeiten sind neben einem engagierten Trainer, der das Herrentraining anleitet, leider das größte Problem.

Wie dem auch sei - Systemtraining, Sport ernst nehmen und die Kneipe als gelungener Abschluss schliessen sich nicht auch.
Versucht mal einer Kreisliga Fussballmannschaft das Bier danach auszureden!
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In vino veritas

Geändert von Hillegosser (03.02.2015 um 11:20 Uhr)
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