Thema: Schlaghärte
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Alt 07.02.2015, 16:13
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AW: Schlaghärte

Zitat:
Zitat von Nequeo Beitrag anzeigen
Dem stimme ich nur zu 90% zu. Denn der Armzug (Unterarmeinsatz) und der Handgelenkeinsatz ist genauso wichtig, wie die anderen Teile der Kinematische Kette, die du beschrieben hast. Denn ohne einen guten Unterarmeinsatz kannste einen 'Schlagspin' nicht vernünftig mit hoher Geschwindigkeit ausführen. Es ist das Zusammenspiel der Gelenke (Beine,Hüfte, Schulter, Ellenbogen, Handgelenk), deswegen auch Kette. Ansonsten stimme ich dir zu, dass viele sich zu sehr nur darauf konzentrieren die Geschwindigkeit und Beschleunigung aus dem Arm zu generieren und dabei die von dir beschriebenen Gelenke außer Acht lassen (oder einfach sich deren nicht bewusst sind ). Aber auch anders herum wird eine hohe Beschleunigung sehr schwierig.
Naja, Fakt ist allerdings, dass die Kette bei Hüfte und Oberkörper beginnt, d.h. eine Topspinbewegung sollte IMMER vom Oberkörper gesteuert werden. Der Impuls aus dem Oberkörper bestimmt die Bewegung und eben nicht der Arm. Der Arm schwingt mit dem Oberkörper nach vorne und wird dann zusammen mit dem Handgelenk zusätzlich in Richtung Ball beschleunigt. Und das beginnt schon beim Ausholen. Viele Spieler holen mit dem Arm viel zu weit aus. Auch die Ausholphase sollte aber mit Hüfte und Oberkörper begonnen werden. Dann muss nur noch der Unterarmwinkel angepasst werden und es kann selbst mit relativ kurzer Armbewegung viel Tempo erzeugt werden. Der Arm wird bis zum Ball ohnehin noch genug Beschleunigungsweg haben, weil man den Ball ja bewusst vor dem Körper treffen soll. Später kann man immer noch zusätzliche Beschleunigung aus dem Arm holen, aber erst, wenn die Technik sitzt.
Großer Vorteil der Oberkörperbeschleunigung ist auch, dass - wenn sich mal daran gewöhnt hat - mit deutlich weniger Kraftaufwand und mehr Lockerheit gespielt werden kann. Man muss sich nicht mehr förmlich "den Arm ausreißen" um einen guten Topspin zu spielen.

Den Schlagspin würde ich auch als extra Schlagtechnik anführen. Das Argument, dass nur mit einem offeneren Schlägerblatt mehr Tempo erzeugt werden kann, halte ich offen gesagt auch für Quatsch, sofern damit gemeint ist, dass man den Ball mehr "schlagen" soll. Der Gegner würde dann auch viel zu früh sehen, dass man auf Tempo spielt und könnte entsprechend reagieren. Außerdem kann man selbst nicht mehr flexibel auf unterschiedliche Schnittvarianten des Gegners antworten.
Man kann sehr wohl viel Tempo erzeugen, indem man den Ball schnell streift, anstatt ihn zu schlagen. Die Anpassung des Schlägerwinkels geht meiner Meinung nach dann eher in die Richtung, ob ich den Ball am Nordpol tangential treffe oder hinten am Ball entlang streife.

Geändert von Bo5 (07.02.2015 um 16:16 Uhr)
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