Zitat:
Zitat von Wohlfühlbacher
Bei allen Turnieren, die ich die letzten Jahre im Fernsehen verfolgt habe, haben sich die Spieler bei Netzbällen entschuldigt.
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Ich meine normalerweise eher nein, aber ich muss zugeben, dass ich in den letzten Jahren nicht so viel Tennis geschaut habe, um das wirklich beurteilen zu können.
Ich habe da immer noch einen Ballwechsel eines gewissen Boris Beckers bei den Australien Open 1991 vor Augen. Zweite Runde, schlechtes Spiel, Matchball gegen sich. Becker unter Druck, der Schlag deshalb eher schwach und der Gegner rückt ans Netz vor. Eigentlich ist das Turnier jetzt beendet, aber der Ball touchiert die Netzkante und ändert daraufhin die Flugbahn.
Becker feiert der Ballgewinn mit der berühmten Beckerfaust und überbordendem Jubel - von einer Entschuldigung keine Spur.
Danach dreht Becker auf und kann das Spiel noch gewinnen. 10 Tage später ist er der Gewinner der Australien Open 1991. Ich kann mich an keine Diskussionen im Fernsehen entsinnen, dass sein Verhalten als unfair angesehen wurde. Beim Tischtennis wäre das wohl ein weitaus größerer Fauxpas gewesen.
Zitat:
Zitat von Wohlfühlbacher
Bei Treffern, die mit dem äußersten Rand des Schlägers erzielt wurden, wird in höheren Klassen zumindest darauf hingewiesen, verbunden mit einer kleinen Entschuldigung. Zu Recht, wie ich finde.
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Wenn der Ball mit der Schlägerkante getroffen wird und damit aus einem Topspin ein Schuss wird oder der Ball ganz komisch ins trudeln kommt dann ganz sicher ja. Aber hier war ja auch die Rede davon dass man den Gegner versehentlich auf dem falschen Fuß erwischt. Da kenne ich keine Sportart bei der sich für so etwas entschuldigt würde.