@ Weltklasse
Was hat dich schlussendlich am Legout-Holz gestört?
Ich liebe ja die leicht kopflastigen Butterflyschen Bratpfannen. Allerdings wiegt mein Legout-Teil schon schlappe 98 g. Mit zwei Belägen im 2.0 mm bis Maximumbereich haste aber fast schon einen Gewichtsschläger in der Hand! Um wieviel ist das Primorac Carbon schneller als das Legout Performance und liefert es noch eine Rückmeldung, oder ist es schon steinhart?
Ich habe früher ja auch eher die elastischeren Schweden-Hölzer gespielt. Angefangen von den guten alten Banda-Teilen bin ich dann übers Waldner Dicon zum Korbel Off gekommen und schliesslich beim Legout gelandet. Das liegt vermutlich auch daran, dass sich mein Spiel in den letzten Jahren deutlich in Richtung mehr Aggressivität entwickelt hat.
Ah ja, hab auch mal das Korbel MagicHand als "Nachfolgemodell" zum Korbel Off ausprobiert. Das MagicHand ist ziemlich genau gleich schnell wie das Legout Performance, allerdings steinhart/knüppelsteif und ziemlich gefühllos. Damit ging im Kurz-Kurz-Spiel überhaupt nichts!
Ansonsten kann ich Deinen Ausführungen uneingeschränmkt zustimmen!
@ Martinspin
Dass die Profis eher härtere Beläge auf steiferen Hölzern spielen hat folgende Gründe:
1. Weiche Beläge sind im Profibereich für druckvolles Spiel zu langsam
2. Nach einem festen Topspin eines Profis mit einem weichen Belag, zerlegt sich dieser in seine Bestandteile, und Du kannst die Brösel einzeln auflesen.
3. Harte Beläge auf steifem Holz erzeugen sehr flache, schnelle Topspins, die erst ein druckvolles Topspinspiel (im Profibereich) ermöglichen. Die "Bogenlampen" mit Softbelägen auf elastischem Holz sind schlicht und einfach zu harmlos.
4. Ein Profi klebt seine harten Beläge entsprechend weich. Wenn Du deinen Cava entsprechend kleben würdest, hättest Du eine dermassen Granate, mit der Du aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Ball treffen würdest.
Weiche Beläge lassen sicher einfacher frischkleben, d.h., sie erzeugen auch mit wenig Leim relativ schnell einen Frischklebeeffekt. Deswegen bevorzugen viele Spieler im Amateurbereich Softbeläge.
Was die Sache mit dem Einfluss des Holzes auf den Topspin betrifft, verweise ich auf Weltklasses Beitrag. Im wesentlichen ist es die unterschiedliche Verweildauer des Balles auf Holz&Belag und die Möglichkeit den Ball zu führen, die das Topspinverhalten beeinflussen. Ob der absolute Spin (in Umdrehungen/Minute) beim klebrigen Belag oder beim griffigen Belag höher ist, spielt meines Erachtens nicht so eine entscheidende Rolle. Wichtig ist das "Gesamtkunstwerk" aus Tempo, Spin und Ballflugkurve, die die Gefährlichkeit eines Topspins ausmachen. Diese Eigenschaften werden eben auch massgeblich von der Steifigkeit des Holzes aber auch der Schlagtechnik jedes einzelnen mitbeeinflusst.
JanMove