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Alt 25.03.2004, 14:59
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Weltklasse Weltklasse ist offline
TT-Hölzer nach Maß
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Re: Dicke Beläge/langsame Hölzer und dünne Beläge/schnelle Hölzer - Unterschiede?

Zitat:
Zitat von Spinshot
Ich kann es nur noch mal genauer ausführen. Bei dünnen, harten Außenfurnieren und dick Balsa dazwischen (13 mm) ist das Holz sehr steif und katapultig. Das bedeutet bei gerader Spielweise stark zunehmendes Tempo - mit den daraus resultierenden Folgen - und bei tangentialer Spielweise relativ lange Ballkontaktzeiten.


Gruß, Nik

Hallo Nick,

Ich glaube das dein Umkehrschluß falsch ist. Bei gerader Spielweise stark zunehmendes Tempo ist richtig und resultiert aus der Katapulteigenschaft vom Balsa. Aber der Umkehrschluß bei tangentialer spielweise relativ lange Ballkontaktzeit ist meiner Meinung nach falsch. Gerade beim tangentialen Treffpunkt ist die Ballkontaktzeit beim Balsa eher Kurz weil hier Balsa nicht so stark nachgiebt wie beim frontalem Treffpunkt.

Balsa ist da immer eine Außnahme. Es verhält sich ganz anders als andere Hölzer/Furniere. Es ist zwar weich aber eben auch sehr Katapultstark. Auf der anderen Seite ist Balsa auch sehr Richtungsstabil insbesondere in der Längsrichtung und gibt wenig nach im Sinne von Biegefestigkeit. Dadurch resultiert der hohe Katapult. Die Ballkontaktzeit ist aber mit einem weichen Außenfurnier z.B Limba noch länger.

Die von dir angesprochene lange Ballkontaktzeit empfinde ich allerdings nur beim direktem Spiel. Wenn ich den Ball tangential mit einem Balsaholz treffe dann emfinde die Ballkontaktzeit als eher kurz, weil sich der Ball dann nicht so sehr "eingräbt" in das Holz. Dies ist auch stark abhängig vom ankommenden Ball. Auf Topspin geht es noch ganz gut gegenzuziehen. Auf Unterschnitt fallen mir die Bälle aber runter. Ich vermute das dies an der kurzen Ballkontaktzeit liegt.

Dieses Phänomen tritt bei mir immer nur mit Balsahölzern auf, viele höherklassige Spieler beklagen das selbe Problem auf Unterschnitt. Dies liegt vielleicht auch an meinem späten Balltreffpunkt. Bei Balsa muß man den Ball wahrscheinlich einfach früher treffen (aufsteigende Phase oder höchster Punkt).

Fazit: Das Spielverhalten eines Balsaholzes ist im Vergleich zu anderen Hölzern sehr variabel in Bezug auf den Schlägerwinkel im Balltreffpunkt und abhängig vom ankommenden Spin.

Warum das ganze wirklich so ist, sind alles nur Vermutungen von mir, ich weiß es nicht und kann es auch nicht definitiv erklären. Würde mich mal sehr interessieren.

PS: Die Abhängigkeit zwischen Steifheit und Spin erkäre mir das so, je Steifer das Holz ist, desto weniger gibt es nach im Sinne von Biegen, desto kürze ist schon mal die Ballkontaktzeit. Je härter das Außenfurnier ist, desto kürzer ist die Ballkontaktzeit weil das harte Außenfurnier z.B Buche kaum nachgiebt und desto geringer ist der Spin.

@JanMove

Ich konnte das Holz relativ günstig ersteigern. Für diesen Preis mußte ich einfach bei einem so guten Holz zuschlagen. Grifform ist übrigens anatomisch. Was spielst du???

Geändert von Weltklasse (25.03.2004 um 15:12 Uhr)
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