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Holthausen präsentiert sich als schlechte verlierer
Ende Februar gewannen die Tischtennis-Borussen gegen den eigentlichen Topfavoriten Holthausen überraschend deutlich mit 9:2. Kurz nach Ende des Spiels kam es in der Brüggmannhalle zu heftigen Diskussionen beider beteiligten Mannschaften. Die Germania aus Holthausen hatte Protest gegen die Wertung des Spiels Qi gegen Daus eingelegt. Veranlasst vom Holthausen Boss Peter Kukovic legte Jens Korte bei Oberschiedsrichter Stach Protest ein. Da war die Aufregung auf Seiten des BVB's verständlicherweise sehr groß. Erst besiegt man die Nachbarn aus Holthausen durch eine tolle Mannschaftsleistung und dann erweisen sich die Holthauser auch noch als schlechte verlierer.. Thomas Brosig zu diesem Vorfall: "Egal ob der Protest berechtigt war oder nicht. Wenn ein Spiel mit 9:2 verloren geht, ist es peinlich gegen diese Wertung Protest einzulegen."
Aber was ist eigentlich in dem besagten Spiel Qi gegen Daus vorgefallen? Beim Stande von 2:1 in Sätzen und 3:4 nach Punkten im vierten Durchgang hatte Qi Wencheng reflexartig nach einem dummen Punktverlust seinen Schläger auf den Boden geworfen. Bei dieser Aktion viel die Griffschale von Wenchengs Schläger ab. Oberschiedsrichter Stach kam in die BVB Box und versuchte sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Qi wollte mit einem Ersatzschläger weiterspielen. Sowohl Stach als auch Daus versicherten Qi, er dürfe keinen anderen Schläger nehmen. Qi spielte also mit dem kaputten Schläger weiter. Bevor er allerdings an den Tisch zurückkehrte, reparierte er den Schläger mit Isolierband. Aber auch nach dieser Aktion war der Schläger im Prinzip nicht mehr zu spielen. Als Daus dann auf einmal doch zu verlieren schien (Spielstand 8:4 für Qi), legte Korte Protest bei Oberschiedsrichter Stach ein.
In der vorläufigen Entscheidung durch den DTTB wird Holthausen recht gegeben und das Spiel wird mit 2:0 Punkten und 8:3 spielen für uns gewertet. Die Begründung ist allerdings etwas lächerlich, was auch vor allem an der Stellungnahme der Holthauser liegt. Verloren hat der BVB den Protest, weil der Oberschiedsrichter laut Regel eine Fehlentscheidung getroffen hat, für die wir nun bestraft werden. Qi hätte mit einem Ersatzschläger spielen müssen und die Box nicht verlassen dürfen. Mit einem Ersatzschläger wollte Qi spielen und dass er die Box verlassen hat, interessierte keinen in der Halle, auch wenn es nicht regelgerecht ist.
Im Endeffekt werden wir nun für etwas bestraft, was wir nicht in der Lage waren zu beeinflussen. Für den BVB kann diese Entscheidung am Ende der Saison von großem Nachteil sein. Sollten die Berliner all ihre Spiele gewinnen und der BVB verliert eines, wäre man am Ende der Saison punktgleich und es würden die Spiele zählen. Ist man dann ein oder zwei Spiele schlechter, gewinnt Berlin wegen einem eingelegten Protest der Holthauser die Meisterschaft...
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Völlig lächerlich diese Stellungnahme von Seiten der Borussen .....
(Die lächerlichsten Stellen sind gefettet)
1. Wenn ein Schläger absichtlich beschädigt wurde, dann erhält der Spieler eine gelbe Karte. Er darf dann seinen Schläger nicht reparieren und auch nicht auswechseln. Er muss mit dem beschädigten Schläger weiterspielen. Ist der Schläger aber so stark beschädigt, dass er nicht mehr benutzt werden kann, dann hat der Spieler das Spiel verloren.
Ein Schläger darf nämlich nur dann ausgewechselt werden, wenn er unabsichtlich so stark beschädigt wurde, dass man damit nicht mehr weiterspielen kann. Er darf auf keinen Fall repariert werden. Das Auswechseln des Schlägers hat unverzüglich zu erfolgen!
2. Die Begründung ist keinesfalls lächerlich, sie wurde von einem sehr regelkundigen & geprüften SR geschrieben. Der Protest wurde anerkannt, das sagt einiges aus!
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Im Endeffekt werden wir nun für etwas bestraft, was wir nicht in der Lage waren zu beeinflussen
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Erbärmlich², Qi Wencheng hat falsch gehandelt und wurde dafür bestraft. Der BVB tut so, als wären sie total unschuldig, was aber nicht der Fall ist.
3. Die Leistung des OSR war unter aller Sau, ähnlich regelschwach war der BVB.
4. Im Hinspiel (in Holthausen) wurden Spieler des BVB vom OSR (ein anderer als der in DO) mehrfach mittels gelber Karte verwarnt, so unschuldig, wie sie tun, sind sie also nicht.