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Alt 25.03.2015, 14:31
pibach pibach ist offline
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AW: Plastikbälle - was ändert sich für Spiel und Training tatsächlich?

Ich hab die 2-teiligen Donic Plastikbälle ca zwei dutzend Trainingsspiele probiert. Sicher beobachten (bzw. hören) lässt sich:
a) klingen etwas kaputt
b) gehen auch schneller kaputt
c) teurer

Ansonsten ist der spielerische Unterschied zu Zelluloidbällen nur sehr geringfügig. Ich meine aber dennoch folgende Unterschiede zu bemerken:

d) etwas weicher im Absprung, damit etwas längere Kontaktzeit. Das Spiel wird minimal langsamer.
e) nicht ganz so guter Grip am Schläger. Etwas weniger Rotation. Frühere Durchrutschgrenze.

Wenn man sich die Bälle sehr genau ansieht, scheint die Oberfläche etwas angerauht zu sein. Trotzdem wenig Reibung. Das Material schein weniger Micro/Nano-Verzahnung zuzulassen. Ob man sowas unter einem Microskop sehen kann?

Angreifer und Verteidiger leiden bzw. profitieren aber gleichermaßen davon, weil auch der Angreifer etwas mehr Zeit hat sich zum Ball zu stellen und weniger Fehler macht, und geringere Schnittempfindlichkeit. Ballwechsel sind etwas länger.

Ob sich für bestimmte Spielsystem insgesamt mehr Vor- bzw. Nachteile ergeben, konnte ich bisher nicht feststellen. Unterschiede sind jedenfalls so gering, dass man das wenn überhaupt nur in sehr langfristigen Beobachtungen und sauber geführten Statistiken belegen könnte. Subjektiv bin ich insgesamt etwas genervt von den Bällen, die alten halten länger, wirken qualitativ besser und lassen dynamischeres Spiel zu. Die Plastikbälle machen weniger Spaß.
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