Zitat:
Zitat von Cisco
War es aber nicht gerade eines der Anliegen, dass es immer schwieriger wird Ehrenamtliche zu finden und immer weniger Leute die ganze Arbeit machen müssen?
Bei Zusammenlegung von zwei Kreisen, hätte man zwei Kreisjugendfachwarte, die sich die Arbeit teilen können, so dass unterm Strich für Dich weniger Arbeit anfallen sollte, da Dir der ehemalige FW des anderen Kreises einiges an Arbeit abnehmen kann.
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Aber nur, wenn die Posten aktuell auch besetzt sind (viele sind es nicht oder mehrere Positionen werden von einer Person verwaltet) und auch nur, wenn vor der Gebietsänderung eine neue Personalstruktur aufgebaut wurde und die Posten bzw. Aufgaben auf die bisher vorhandene Personen neu verteilt werden. Wenn man das nicht in einem ersten Schritt macht, werden vermutlich nicht wenige Ehrenamtliche anders argumentieren als das von Oben vorgedacht wurde. Sie werden sagen: 'Wenn den Job der Kollege aus dem Nachbarkreis macht, kann ich ja kürzer treten.' und deren Stimmen habe ich schon einige gehört! Viele Kreis- und Bezirksfachwarte haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine unmenge Zeit und Energie eingebracht, sind zum Teil amtsmüde und werden eine Umstrukturierung, welche von oben aufgestempelt wird und deren hauptsächlichen Inhalte fehlen, einfach nicht mehr tragen wollen oder können (welches das richtige Hilfsverb ist, sei dahin gestellt).
Auch sollte man sich vor der Änderung die Zusammensetzung der Kremien einmal genauer ansehen. Wie alt sind denn unsere Ehrenamtlichen? Seit wie vielen Jahren sind diese denn dabei? Wie lange gedenken Sie den Job noch zu machen? Wo sind die Nachfolger? ....
Fragen über Fragen und niemand hat sich auch nur oberflächlich damit beschäftigt oder die Protagonisten wirklich in den Prozess eingebunden!
Warum gab es keine Umfrage unter den Ehrenamtlichen? Warum wurden nicht wenigstens 2-3 Personen aus jedem Kreis mal an einen Tisch geholt und nach deren Meinungen/ Anregungen gefragt? Warum gab es keine gemischten Arbeitskreise zur Ausarbeitung der Inhalte der Reform?
Die Altersstruktur ist teilweise wirklich erschreckend und ich zähle mit meinen 36 Lenzen zu den absoluten Jungspunden und hebe den Altersdurchschnitt auf den Sitzungen gewaltig. Leute unter 60 sind nach meiner Einschätzung in der Unterzahl und keiner fragt einmal warum? Warum kommen immer weniger Junge auf die Idee ein Ehrenamt zu übernehmen?
zwei möglich Ansätze hierzu von mir:
Die Aufgabenbereiche sind
- zu groß,
- nicht ausreichend definiert und transparent genug
Diese Fragen müssen zuerst gestellt werden, die Antworten müssen zuerst ausgewertet/ bewertet werden und neue Strukturen müssen zuerst gefunden werden, bevor man die Gebiete zusammenführen kann. Der letzte Schritt darf nicht zuerst gemacht werden, alle notwendigen Gedankengänge und die zuvor herzustellenden Grundlagen dürfen nicht zur Seite bzw. nach unten abgeschoben werden. Wenn das geschehen ist, werden viele Kreisvertreter sicherlich auch wieder anders abstimmen.
Derzeit haben die Untergliederungen (Vereine, Kreise) nur die Wahl: 'Friss oder Stirb!' und Zweiteres ist derzeit zu befürchten. Davor habe ich als Fachwart und TT-Freak wirklich Angst!!!
Gruß Andre.