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Zitat von Glücksball
Ich rede von[Wikipedia-Link]
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...und? Schließt da irgendwas Selbstverschulden ganz und gar aus um Insolvenz anmelden zu können
Bei einer Insolvenz geht es darum, dass Schuldner nicht für den Rest ihres Lebens haftbar gemacht werden können, wenn festgestellt wird, dass sie da aus eigener Kraft nicht mehr rauskommen können. Sie erhalten eine zweite Chance um weiter würdig leben zu können. Dass da aus gutem Grund Bedingungen erfüllt werden müssen, ist selbstverständlich. Gar keine Frage!
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Zitat von Glücksball
Was sind denn Deine konstruktiven Vorschläge, wie man aus der Misere heraus gekommen wäre? Man kann ja die Maßnahmen kritisieren. Auf der Gegenseite sehe ich aber jede Menge Wunschdenken.
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Na ja, der Schuldenschnitt ist ja wohl nichts Neues
Was meinste denn wie Deutschland nach dem verheerenden und angezeteltem zweiten Weltkrieg wieder auf die Beine gekommen ist
Schon klar, die Deutschen sind halt fleißiger und vertrauenswürdiger als die Griechen, die Nachsicht deshalb gar nicht verdient haben, oder wie
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Zitat von Glücksball
Die Seite kenne ich. Stark bei der Kritik, durchaus auch beachtenswerte Infos, aber eben auch selten realistische Lösungsvorschläge (allgemein, nicht (nur) auf Griechenland bezogen).
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Na ja, in welchem Blatt gibt es die schon
Wie gesagt, ein Schuldenschnitt und Investitionen dürften keine unrealistischen Planspielchen sein. Totsparen war nachweislich bis jetzt nur dafür gut um die Banken zu bedienen. Ein Aufwärtstrend sehe ich in Griechenland jedenfalls in den letzten vier Jahren nicht. Eine gebeutelte Bevölkerung hingegen schon.
Sorry, der deutschen Hochnäsigkeit, auch wenn ich selbst einer bin, kann ich nichts abgewinnen. Ich habe in meinem Leben schon so viele nette Menschen aus aller Herren Länder kennengelernt, sodass ich zu dem Schluss gekommen bin, dass wir wirklich alle gleich sind - so ganz praktisch halt. Arschlöcher konnte ich auch nie an der Nationalität festmachen
Ich mag Europa nun mal. Das bezieht für mich alle dort lebenden Menschen mit ein. Wer ein gemeinsames Europa möchte, der muss auch bereit sein sich gegenseitig zu helfen. Den Griechen möglichst viele Panzer zu verkaufen und damit satte Gewinne einfahren ist eben ziemlich einseitig. So was geht nie auf Dauer gut und wenn dann noch dazu kommt, dass man weiß, dass sie a) gar nicht so viele Panzer brauchen und B) auch nicht wirklich bezahlen können, wird's für mich erbärmlich. Als nächstes lässt man dann Portugal, Spanien, Italien und gar noch Frankreich über die Klinge springen. Und was kommt dann?
Sorry, ich kann mit dieser Art Denke nicht viel anfangen. Ich lebe hier im Ruhrgebiet. Hier gibt es schon seit ich denken kann Menschen aus aller Herren Länder. Die Zeit, in der das Ruhrgebiet mit seinen Zechen und der Stahlindustrie das halbe Land mit durchgezogen hat ist schon einige Jahrzehnte vorbei. Mittlerweile ist hier fast jede Kommune faktisch Pleite und hängelt sich von einem Nothaushalt zum nächsten durch. Dei Bundesländer, die einst von dieser Region mit genährt wurden und durch die Hilfe erstarkten, spucken nun große Töne und jammern wegen des Länderfinanzausgleichs rum.
Anderen die Butter auf dem Brot nicht zu gönnen, scheint in Deutschland leider sehr verbreitet zu sein. Es geht nur noch um Gewinne, Gewinne und noch mehr Gewinne...
Der ach so arg strapazierte deutsche Steuerzahler, stöhnt der Griechen wegen und meint gemeinhin seinen Senf dazu geben zu müssen. Es wird all zu gern das nachgeplappert was in den einschlägigen Medien dazu so verbreitet wird. Nur, dass die Griechen bis Dato den so gebeutelten deutschen Steuerzahler noch keinen Cent gekostet hat, dass hat man irgendwie noch gar nicht realisiert.
Wohl bekomms allerseits, auf das euch der nächste Gyrosteller nicht im Halse stecken bleibt! Wenn man demnächst für 'nen Butterbrot Urlaub im sonnigen Griechenland machen kann, ist das sicher nicht wenigen Griechenkritikern sehr recht

Darauf einen Ouzo... Jamas!!!