Zitat:
Zitat von Brett13
BTW: Heute wird mein 5 Tage bei -20° tiefgekühlter P-Ball ohne Naht einem Belastungstest unterzogen 
So ist dem Dingen erst mal rein gar nichts anzumerken....
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Sofern du den Ball vorher ordentlich auftauen lässt, wird sich der auch nicht anders verhalten. Falls doch, ist die Aussage nichts wert, aus Gründen die Variatio angeführt hat.
Polymere gehen in der Kälte nicht per se kaputt, das macht denen überhaupt nichts. Einzig werden sie in der Kälte spröder, je näher man dem Tg (Glasübergangspunkt) des Polymers kommt. Das bedeutet:
Frierst du die Dinger ein und spielst sie quasi direkt aus dem Eisfach, werden sie schneller kaputt gehen. Da beim Transport ebenfalls mechanische Belastungen durch Bewegung, Vibration etc. auftreten können, sollen sie vermutlich nicht währenddessen auch nicht unter eine kritische Grenze gekühlt werden. Das ist aber nur eine Mutmassung von mir. Das gleiche Problem hat Zelluloid übrigens auch, nur vielleicht nicht so ausgeprägt. Ich kenne die Glassübergangstemperaturen der beiden Polymere nicht.
Der Vergleich mit UV/Hitze hinkt übrigens gewaltig:
UV-Strahlung generiert Radikale im Polymer und sorgt früher oder später für Kettenspaltung. Dadurch verliert das Gummi die Elastizität und ist irreversibel hinüber. Bei höher Hitzeeinwirkung kann Weichmacher ausgasen und ebenfalls die Elastizität verringern. Dies ist ein physikalischer Vorgang, der sich teilweise rückgängig machen lässt (die "Babyöl/Lampenöl-Methode").
Das Gerücht, kalte Lagerung von P-Bällen würde diese schädigen, halte ich für absoluten Unsinn.