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Alt 29.03.2004, 08:15
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: RH-Konter - Schlägerkopf oben oder seitlich?

@Dragonspin
Im Folgenden einige Erwiederung zu deinem letzten Post. Wäre doch sinnvoll, wir beschränken uns für unsere Betrachtungen auf die Spielweise von Timo, der sicherlich die modernsten Techniken verwendet.

zu 1. Bei Timo muss schon unterschieden werden zwischen Grundstellung in Erwartung des gegnerischen Aufschlags und in Ausgangansstellung für die Erwartung der weiteren Schläge. Bei der Grundstellung hält er den Schläger deutlich vor dem Körper und in der Ausganstellung hält er den Arm immer leicht seitlich vom Körper, damit er schneller zum VH-Topspin übergehen kann. Da Timo nach dem VH-Schlag wieder zu seiner Ausgangstellung zurückkehrt, braucht er eben länger, um einen schnell in die RH gespielten Ball zu erreichen. Darum erwischen ihn die Chinesen auch immer wieder mit solchen Kombinationen. Was mir nicht klar ist, was du unter Neutralposition verstehst, ist es die Grundstellung oder die Ausgangsstellung?

zu 2. Der Unterschiede zwischen "Druckblock" und "Spinblock" und den verschiedenen Techniken hast du sehr gut dargestellt. Es ist genau diese Drehung im Ellbogen und Handgelenk, die mir an Timos Technik nicht so recht passt. Mir fehlt einfach die Beschleunigung aus dem Oberarm. Ich ziehe die Technik von Peter Franz vor und behaupte mal, dass mit dem "Druckblock" bei entsprechendem Handgelenkeinsatz genügen Spin möglich ist und zusätzlich mehr Power dahinter ist. Zu vegleichen ist das mit dem langsamen und schnellen Topspin. Erwiesenermassen hat der schnelle TS mehr Rotation und der langsamere TS weniger und dafür einen höheren Absprungwinkel von der Platte.

zu 3. Gelten deine Behauptung auch für das VH-Spiel: Am meisten Beschleunigung entseht aus dem Handgelenk und am wenigsten aus der Rumpfdrehung? Könnte es sein, dass du Beschleunigung aus der Sicht des Spins meinst und nicht die Beschleunigung in Sachen Tempo?
Niemand würde mit der VH den langsamen und gefühlvollen TS als Hauptwaffe einsetzen, um zu punkten. Der langsame TS dient doch in der Regel als Mittel die Initiative zu übernehemen und als Vorbereitungsschlag für den schnellen TS. Wieso soll das, was für die VH gilt nicht auch für die RH gelten.

zu 5. Wenn Timo genügend Zeit hat, kann er sehr wohl mit der RH ziehen und auch Punkten. Nur hat er diese Zeit gegen die Chinesen nicht. Timo's spiel ist doch klar auf seine extrem starke VH ausgelegt. Wang Hao kann einfach beiden. Mal steht er in VH-Position auf der RH-Seit und das andere Mal steht er in der RH-Position in der Mitte des Tisches. Darum ist der auch so unberechenbar. Einmal so und dann wieder so... ständig wechselt er alles: Stellungsspiel, Plazierung, Tempo und Roatation. Wenn die Europäer in Zukunft eine Chance gegen die Chinesen haben wollen, müssen sie einfach noch variabler spielen lernen. Timo's Spiel ist im Moment einfach zu wenig variabel (Vor zwei Jahren war das noch anderst) und zu leicht zu lesen.

So, nun haben wir wieder neuen Stoff, für weitere Diskussionen.
Gruss
martinspin
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