Zitat:
Zitat von Mulder
Um abstimmen zu können, muß man ja alle Generation kennen. Außerdem kann man schlecht die absolute Stärke bestimmen, da die Europäer der heutigen Generation (Boll und Samsonov zähle ich jetzt nicht mehr dazu) deutliche hinter den vorangegangenen zurücksteht. Man kann deshalb sagen, daß die heutige chin. Generation die beste im Verhältnis zu dem Rest der Welt ist. Übrigens ein Verdienst von Sharara, der durch die wegnahme von Spin und Tempo die - im Ggs. zu Ballgefühl, Spielübersicht, Spielintelligenz - sehr gut trainierbare Athletik entscheidender für das Tischtennis wurde und auch noch weiter werden soll. Die Gegenmaßnahme aus Hilflosigkeit ist die künstliche Teilnehmerbeschränkung der stärksten Nation.
|
Sehe ich im wesentlichen genau so!
Es ist ja nicht so, dass z. B. eine chinesische Generation mit Wang Tao, Ma Wenge, Ding Song, ... relativ gesehen schlechter war als die heutige Generation. Das europäische Tischtennis war damals jedoch mehr als konkurrenzfähig insbesondere mit dem schwedischen Dreamteam. Schon traurig, dass bis vor kurzem dieselben Gestalten das europäische Tischtennis weiterhin mitbestimmten. Damals gab es auch im eurpäischen Tischtennis Innovationen bei den Schlägen und im taktischen Bereich. Heute ist es ein reines Hinterherhecheln hinter der chinesischen Dominanz.
Den Rückstand in Sachen gespielten TT-Stunden im Kindesalter wird man in Europa niemals aufholen können. Das gibt unser System nicht her. Im Bereich der Athletik liesse sich aber mehr anstellen. Weit entscheidender sehe ich allerdings, dass man mit dem Einheitsbrei à la Leistungszentrum Düsseldorf nicht weiterkommt. Die erfolgsversprechendsten Spieler wurden immer speziell individuell gefördert (Boll, Ovtcharov, Solja, Stumper, ...) und dies zum Teil trotz mehr oder weniger grossen Konfrontationen mit dem DTTB. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen.