Einzelnen Beitrag anzeigen
  #26550  
Alt 06.05.2015, 18:46
mithardemb mithardemb ist offline
Schlautuer
Foren-Urgestein - Master of discussion ****
 
Registriert seit: 24.02.2003
Beiträge: 13.753
mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)mithardemb ist ein absoluter Lichtblick (Renommeepunkte mindestens +750)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Dazu müssten wir dazukommen wie z. B. Staat entstanden sind und die immer durch Erorberung, also durch Gewalt und Zwang entstanden. Also absolut illegitim.
Das trifft auf den Staat in dem wir alle wohnen schon mal nicht zu. Die Deutsche Reichsgründung fand 1871 durch Beitritt zum Deutschen Bund statt.

Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Sonstige Verbünde enstehn z. B. weil man unter seinesgleichen sein will oder weil man ein bestimmtes Interesse hat. Beispiele z. B. man ist lieber unter Leuten welche die gleiche Sprache sprechen weil man sich einfacher verständigen kann ....
Die gemeinsame Sprache ist Resultat des Staates und nicht umgekehrt. Schau dir z.B. mal die Sprachenvielfalt in Papua Neuguinea an. Die ist entstanden durch die Abgeschiedenheit kleiner Gruppen untereinander.


Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Divide et impera ist eine Herrschaftstrategie man teilt die Bevölkerung in möglichst viele Lager und befeuert die Konflikte untereinander indem der Staat unnöitigerweise den Schiedsrichter spielt und eine Gruppe zum Sieger erklärt, was natürlich Unmut bei der anderen Gruppe erzeugt.
Bleiben wir doch einfach mal beim Beispiel arm und reich. Diese unterschiedlichen Schichten geschehen nicht durch eine Herrschaftsstragetie des Staates sondern durch ungleiche Verhältnisse.

Was soll jetzt passieren wenn der Staat sich raus hält?

- Trennung in immer wohlhabendere und immer ärmere Schichten durch vollständigen Verzicht auf sozialen Ausgleich? -> Das würde dann langfristig zu einem Zustand wie zwischen Europa und Afrika führen.

- Keine Trennung, aber auch keine Regulierung wenn die arme Schicht sich den Wohlstand von der anderen mit Gewalt aneignet oder die reiche Schicht die arme mit Gewalt für sich arbeiten lässt. -> Das würde dann zu sehr viel gewalttätigen Zuständen führen wie wir sie im Moment kennen.


Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Insofern sollte sich der Staat z. B. beim Thema Ehe einfach raushalten und die Definition dann einfach den Betroffenen überlassen und sich nicht anmaßen als Monopolist zu definieren wer eine bestimmte Verbindung eingehn darf und wer nicht.
Diese Forderung ist widersinnig denn unter Ehe (vollzogen durch die staatliche Hochzeit )versteht man die gesetzlich geregelte Gemeinschaft zweier Menschen mit vielen Auswirkungen wie Unterhalt, Steuer etc. Du kannst schlecht fordern dass der Staat sich aus dem raushält was nur existiert weil der Staat es festlegt.

Ohne den staatlichen Rahmen darfst du beliebig in Gemeinschaften leben und diese auch Ehe nennen wenn es dir Spaß macht. Der Staat hält sich dann weitestgehend raus.


Also summa summarum würde ich sagen dass dein libertäres "Kleinstaatmodell" im Moment fast nur Nachteile bietet. Vermutlich ist das auch der Grund dafür, dass es sich nur um eine Gedankenmodell handelt.
__________________
SHA256: 6246c120f8d58fc617fbc53159dc
5c7864eb31f2f5ef5e8488f557ff08972dc4