Zitat:
Zitat von jimih1981
Nee das Beispiel beruht auf dem Trugschluss das die Durchsetzung des territorialen Anspruches ohne Gewalt erfolgt, das tut sie aber niemals.
Oder kann ich sagen nee ich zahle keine Steuern mehr und ich will keinen Herrscher? Also steht dahinter natürlich immer die Androhung von Gewalt. Im übrigen waren die Einigungskriege eigentlich ohne Gewalt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Einigungskriege
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Wenn du den Artikel liest, dann wirst du feststellen, dass der Krieg nicht zwischen den Gebieten geführt wurde die sich zusammengeschlossen haben. Das war keine Eroberung sondern eine Entscheidung.
Du hast Recht, in einer Gemeinschaft wird es immer Regeln geben, egal ob Staat, Stadt, Dorf, Lebensgemeinschaft etc. Wenn man komplett andere Vorstellungen hat, wird die Gemeinschaft nicht funktionieren. Du hast durchaus die Möglichkeit diese Gemeinschaften inklusive dem Staat zu entfliehen. Wenn du keine Steuern in Deutschland bezahlen willst, hast du die Möglichkeit das Land zu verlassen.
Zitat:
Zitat von jimih1981
Es gibt keine legitimen territorialen Anspruch eines Staates auf irgend ein Stück Land. Das es nicht auf einem Vertrag sondern auf Eroberung beruht, Insofern wäre selbst ein freiwilliger Zusammenschluss von Staaten immer noch nicht legitim. Denn wer der Agressor ist ob einer oder mehrere ist ziemlich irrelevant. Nur weil eine Namensänderung stattfindet ändert das eigentlich garnichts. Die Herrschaft wird immer noch mit Zwang und Gewalt durchgesetzt und man erhebt einen illegitimen Anspruch auf ein Stück Land wo man dann fiktiven Linien zur Herrschaftssicherung zieht.
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Wenn ein Staat kein Anrecht auf Land hat, dann kann der Einzelne das ja auch nicht für sich proklamieren - es sei denn er hat mit allen 7 Milliarden Menschen auf dieser Erde einen Vertrag abgeschlossen, dass die das auch so sehen. Dein Idealmodell sieht dann also das Konzept des Eigentums offensichtlich gar nicht vor. Jedem gehört also alles und die Verteilungskämpfe können beginnen. So ungefähr muss wohl die Welt am Anfang der Menschheitsgeschichte ausgesehen haben. Da dieser Zustand offenbar unbefriedigend war, bildeten sich Gemeinschaften mit Regeln.
Zitat:
Zitat von jimih1981
Der einzige legitime Staat ist der dem man sich mit einem expliziten Vertrag freiwillig anschließen kann, aber natürlich sonst hat es nichts mit Freiwilligkeit zutun auch ein Austrittsrecht besitzt. Ob das dann noch ein Staat ist, ist die andere Frage. 
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Du besitzt aus fast allen Staaten dieser Welt ein Austrittsrecht und sofern dich der andere Staat akzeptiert kannst du dich auch fast immer diesem anschließen. Allerdings gilt die Vertragsfreiheit die du die wünschst natürlich auch für die anderen. Die müssen dich also nicht aufnehmen.
Alles in allem scheinst du also in deiner libertären Wunschwelt zu leben.