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AW: Tischtennis tötet sich selbst - Probleme im Tischtennis
Das dämliche Standard-Argument, Tischtennis hat rückläufige Mitgliederzahlen weil es ja so viele andere tolle Sportarten gibt oder die Jugend nur noch Playstation spielt, kann ich nicht mehr hören. Das ist genauso realitätsfremd wie zu glauben, wenn Tischtennis permanent im Fernsehen wäre hätte man plötzlich steigende Mitgliedszahlen.
Die Vereine tun zum größten Teil nichts dafür. Wieviele Vereine mit gutem Jugendtraining und Kooperationen mit Schulen in eurer Nähe kennt ihr denn? Wieviele Vereine mit guter und aktueller Homepage, wo man sich sinnvoll informieren kann?
Es gibt immer weniger Leute, die sich in den Vereinen engagieren und der Mitgliederschwund ist das Ergebnis von jahrelangen Versäumnissen. Aber irgendwelchen äußeren Umständen die Schuld zu geben ist bequemer als sich das eigene Versagen einzugestehen.
Fernsehzeiten haben einen hundert mal geringeren Einfluss auf das Vereinsleben als das eigene Engagement. 3er Spielsystem hin, 6er Mannschaften her - was zählt ist das Engagement an der Basis und das lässt von Jahr zu Jahr stärker nach. Warum sollte das Fernsehen eigentlich über eine Sportart berichten, deren Vereine es zum Großteil nicht einmal schafft, die bereits seit Jahrzehnten vorhandenen Medien vernünftig zu nutzen, um selbst über sich zu berichten. Wie viele Vereine nutzen denn Facebook und Twitter?
Geändert von Frank Schmidt (14.05.2015 um 17:39 Uhr)
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