Also diese Verleiche der Evolutions mit dem Tenergy sind völlig müsig. Für mich stellen die Evos keine Alternative zum Tenergy dar, da sie sich hinreichend stark in der Belagscharakteristik unterschieden, sodass die Evos für mich gut spielbar und der T05 unspielbar ist. Da gibt's Beläge, die sind ähnlicher zum Tenergy wie z. B. ein Genius oder M1.
Der T05 mag den meisten Spin haben und den höchsten Bogen. Das ist aber nicht alles. Um es mal mit Pibachs Worten auszudrücken hat der Tenergy eine gute tangentiale Dynamik aber null Orthogonaldynamik. Tja, ich brauche aber diese Orthogonaldynamik genauso wie ein Profi die braucht. Der Unterschied ist, dass der Profi seine Beläge bis zum Abwinken tunt oder getunt erhält, was ihm die Orthogonaldynamik bringt. Ich möchte aber nicht (illegal) tunen. Ergo taugt der Tenergy für mich nicht. Die ESN-Lappen geben mir die notwendige Orthogonaldynamik und zwar genau in dem Masse, wie ich es für meine Vorhand und Rückhand unterschiedlich brauche. Warum ein Tenergy für einen Profi (evtl.) besser ist als ein ESN-Belag ist deshalb völlig irrelevant für den Normaluser.
Also muss man einfach mal zur Kenntnis nehemn, dass der MX-P eine deutlich bessere und der MX-S eine etwas bessere Orthogonaldynamik hat verglichen mit den Tenergys. Und es ist jetzt ja nicht so, dass die Evos spinlose Lappen sind, sondern durchaus zu den spinreichsten Belägen zählen.
Dann kommen wir zum geraden Spiel. Der hohe Bogen beim T05 mag ja durchaus hilfreich fürs Topspinspiel sein. Fürs gerade Spiel und insbesondere fürs Blocken ist das aber äusserst hinderlich. Zusammen mit der relativ hohen Schnittempfindlichkeit macht das den T05 für mich unspielbar. Das gleiche musste ich auch damals beim Genius feststellen.
Der MX-P ist da schon deutlich besser, obwohl er sich mir dafür manchmal zu katapultig und etwas zu matschig spielt. Auf der Vorhand ist das für mich akzeptabel, da ich dort nur selten blocke, für die Rückhand jedoch ein Ausschlusskriterium. Der MX-S ist da bei weitem gutmütiger und diesbzgl. für meine Vorhand ideal. Allerdings ist da auch schon die Orthogonaldyanmik am unteren Ende dessen, was ich haben möchte. Auf der Rückhand ist er mir dafür zu langsam und zu wenig direkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er getunt nahezu ideal wäre.
Somit ist klar, dass bzgl. der Gesamtperformance für mich ein Tenergy unspielbar ist, beide Evos auf der Vorhand aber sehr gut passen, wobei den MX-P eher auf dem langsameren Holz (Korbel Off) und den MX-S auf dem schnelleren Acoustic Carbon.
Interessanterweise sind die Evos aber keine Alternative für meine Rückhand. Da hab ich bisher noch nichts besseres als den S1 Turbo gefunden. Es gibt derzeit einfach keinen Belag , der sich schneller und direkter spielt (ohne illegal nachzuhelfen).
Fazit:
Mir kommts ausschliesslich auf die Gesamtperformance eines Belgas an, wie er von der Stange kommt. Und da sind die Evos hinreichend unterschiedlich zu den Tenergys. Für mich sind das keine vergleichbaren Alternativen, und jeder muss selber wissen, was für sein Spiel am besten ist. Für mich sind das alles keine Wunderbeläge, den sonst könnte ich wenigstens mit einem von diesen auch auf der Rückhand spielen. Und um mal wieder auf die guten alten Zeiten zurückzukommen, von einem nassgeklebten HP@ sind alle sogenannten FKE-Beläge ein gutes Stück weit entfernt.