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AW: WTTV: Dürfen Mädchen auf Verbandsebene auch bei den Jungen spielen?
Es mag Regionen geben, in denen sich der Schutz des Damenspielbetriebs noch lohnt.
Für den Schutz des Damenspielbetriebs durch Einschränkung des gemischten Spielbetriebs spricht:
Je mehr Mädchen/Damen in gemischten Mannschaften spielen, umso weniger Mannschaften werden wegen der längeren Fahrten gemeldet. Der Untergang des Damenspielbetriebs beschleunigt sich.
Gegen den Schutz des Damenspielbetriebs spricht:
Schutzmaßnahmen wirken bestenfalls vorübergehend. Denn um die bisherige Anzahl der Damenligen zu erhalten, bräuchte man hundertmal mehr weiblichen Nachwuchs (zumindest in unserem Verband und der Nachbarregion).
Einschränkungen führen dazu, dass spielstärkere Damen, die nicht wechseln wollen, in tiefen Herrenligen unterfordert sind.
Hobbyspielerinnen wollen gemeinsam mit ihren Freundinnen in einer Mannschaft spielen. Sonst hören sie auf.
Spielerinnen, die sich im Verein wohl fühlen, werden nicht wechseln.
Kleine Vereine werden wegen des demographischen Wandels wahrscheinlich keine reinen Mädchen-/Damenmannschaften mehr melden können.
Ich tendiere dazu entweder den Damenspielbetrieb radikal zu schützen. In der Hoffnung, dass mehr Mädchen anfangen und mit dem Risiko, dass viele aufhören.
Oder wie in einigen europäischen Nachbarländern die Geschlechtertrennung völlig aufzuheben.
Alles was an Kompromissen dazwischen liegt führt zu Härtefällen.
Die Bereitschaft der Vereine sich im Mädchen-/Damentischtennis zu engagieren ist wegen der hohen Fluktuation sehr gering. Diese Einstellung bedroht den Damentischtennissport am meisten.
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Doppelmoral: Souveränität von Staaten ist heilig – außer wenn es den eigenen Interessen widerspricht.
Geändert von Rudi Endres (20.05.2015 um 09:50 Uhr)
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