|
AW: Japan-TT-Circuit in Deutschland
Der angedeutete Vergleich mit der Entwicklung im Tennis ist absolut gerechtfertigt, bin eigentlich nicht so der "Dogmatiker", aber hier würde ich mal sagen diskussionslos. Sicher führt eine gut gesponsorte und beworbene Turnierserie eher zu grösserer Popularität einer Einzelsportart, die von "Helden" lebt (vgl. Boris Becker, bei uns nun Roger Federer), als eine Mannschaftsmeisterschaft. Möglicherweise werden je nach Erfolg sogar weitere Sponsoren mit einsteigen. Die Termin- und Kompetenzprobleme lassen sich sicher vernünftig lösen inklusive adäquater Vergabe von Weltranglistenpunkten, auch hier liessen sich aus der Geschichte des Tennissports (v.a. der organisierten Akteure) Lehren ziehen. Unter anderem würde die Weltrangliste vermutlich eher die tatsächliche Spielstärke zeigen als das heute der Fall ist. Die Bedeutung der WM müsste auch nicht notgedrungen leiden, wenn sie einen prominenten Status i.S. eines "Grand Slam Turniers" erhielte (inklusive Finanzen).
Dass die Vereine beim Wegfall von Sponsoren leiden können ist schon klar, andererseits gibt's ja möglicherweise bei grösserer Popularität mehr Mitglieder (= mehr Beiträge) und es liessen sich alternative Finanzierungsmodelle v.a. für die Nachwuchsarbeit finden. Dass die Mannschaftsmeisterschaften schwächer werden würde ich für den anderweitigen Popularitätsgewinn in Kauf nehmen, eine etwas abfedernd wirkende Lösung mit konzentrierten Terminen (und evtl. reduziertem Porgramm) liesse sich aber sicher finden. Das macht ja meines wissens auch die Tennis-Bundesliga.
Ich denke, der Weltverband (respektive die Landesverbände) sollten in dieser Entwicklung die Führung behalten, allerdings geht das nur solange sehr realitätsbezogen und pragmatisch entschieden wird (keine Spaltung wie im Schach oder sogar Zersplitterung wie im Boxen provozieren).
Wäre ja erfreulich, wenn sich TT ähnlich popularisieren könnte wie Tennis, trotz aller negativen Begleiterscheinungen.
MfG
Taugenichts
|