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AW: Talent und Ballgefühl sind nur Einbildung? Es zählt nur Disziplin und Training!?
Die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren sehr intensiv damit beschäftigt herauszufinden, ob es so etwas wie "Talent" gibt. Die Erforschung des Gehirns hat keine Erkenntnisse gebracht. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die intensive Beschäftigung mit einer Sache zur Veränderungen im Gehirn führt.
Anhand von Taxifahrern in Spe in London hat man z.B. festgestellt, dass der Hypocampus wächst, wenn man viele Einzelheiten lernt (was beim Strassennetz in London notwendig ist).
Bestimmte Bereiche im Gehirn repräsentieren z.B. auch die Finger. Je mehr diese Finger sportartspezifisch trainiert werden, desto grösser wird der Bereich im Gehirn.
Hierzu empfehle ich Literatur oder Vorträge von Manfred Spitzer.
Ein User hat auch die 10000 Stunden angesprochen. Die 10000-Stunden-Regel geht auf Untersuchungen von Anders Ericsson zurück.
Ballgefühl ist also trainierbar. Und wie einige hier schon angeführt haben, spielen sämtliche Bewegungserfahrungen eine Rolle, die Kinder schon vor dem Beginn mit einer bestimmten Sportart gemacht haben.
Auf der psychologischen Seite gibt es auch einige Faktoren. Ein User hat angefügt, dass er das "Nichttalent" der Mutter fürs Malen geerbt hat. Es ist davon auszugehen, dass er irgendwann in der frühen Kindheit mal etwas in der Art "Die Mami kann nicht gut malen" gehört hat. So etwas kann das Selbstbild des Kindes schon sehr früh prägen.
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