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Zitat von Defensivass
Anders als im Tischtennis, gehören die verschiedenen Bodenbeläge zum Wesen des Tennissports. Sie machen ihn deswegen auch besonders reizvoll. Die unterschiedlichen Untergründe werden zur Vermarktung ja geradezu ausgenutzt und in den Vordergrund gestellt. Es gehört zur Tradition des Tennissports auf verschiedenen Belägen zu spielen. Das ist im Tischtennis nicht der Fall!
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Du hast in deinem Beitrag argumentiert, dass es beim TT unlogisch, unprofessionell und schädlich im Sinne der Öffentlichkeit ist. Jetzt erklärst du, dass dies beim Tennis zur Tradition gehört, den Reiz ausmacht und publikumswirksam ausgenutzt wird. Das verstehe ich nicht.
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Zitat von Defensivass
Das Fußballargument trägt für mich überhaupt nicht, da Fußball und Tischtennis rein gar nichts miteinander zu tun haben. Eine Rotationssportart wie Tischtennis ist viel komplexer und weit feinfühliger als Fußball. Eine Änderung der Tischgröße wäre eine weit größere Veränderung der Sportart als ein etwas größerer oder kleinerer Fußballplatz...und auch der Untergrund beeinflusst das Spielgeschehen weit weniger als ein unterschiedlicher Ball.
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Bezüglich der Rotation hast du natürlich Recht, aber du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass die Beschaffenheit des Untergrunds keinen Einfluss auf das Spielgeschehen beim Fußball hat (ich habe in meiner Aufzählung noch die unterschiedlichen Ausprägungen und Temperaturabhängigkeiten - Stichwort gefrorener Rasen - vergessen)?!
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Zitat von Defensivass
Meine Argumentation bezog sich allein auf die Bälle! Und da diesbezüglich der internationale Standart mittlerweile der Plastikball ist, sollte dieser unter anderem auch für die Regionalliga gelten.
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Ok, du kannst natürlich das Thema immer weiter eingrenzen, aber selbst das passt nicht. Beim Fußball gibt es immer wieder neue Fußbälle deren (veränderte) Flugeigenschaften immer wieder (besonders bei den Torhütern) für Diskussion sorgen.
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Zitat von Defensivass
Hinsichtlich des zweiten Teils deiner Antwort gebe ich dir recht. Der Unterschied zwischen den Plastikbällen verschiedener Hersteller ist nach wie vor zu groß. Hier muss dringend ein Standart gefunden werden, nach welchem alle Hersteller ihre Bälle produzieren!
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Soweit ich weiß, gibt es gibt solche Vorgaben (Größe, Gewicht, Härte/Absprungverhalten), ab welcher Abweichung ist das kritisch?
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Zitat von Defensivass
Was sich mir generell nicht erschließt, ist, dass viele Reformen der vergangenen Jahre (Umstellung auf großen Ball, Klebe- und Tuningverbot, Einführung des Plastikballes) darauf abzielen den Wesenskern des Tischtennis, nämlich die Rotation, zurückzudrängen. Tischtennis ist nicht nur der schnellste Rückschlagsport der Welt, sondern auch der Rotationslastigste. Wieso werden diese Merkmale mit größeren Bällen aufgeweicht?! Das muss mir jemand plausibel erklären...
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Zum einen wurde der Effekt der Rotationsminderung nur billigend (wenn nicht gar erfreut) in Kauf genommen, da ging es primär um andere Dinge. Aber dich selbst scheint ja zu stören, dass TT nicht die "verdiente" mediale Aufmerksamkeit erreicht und ich meine, dass eine Rotationsminderung der Sportart und deren Wahrnehmung eher gut tut. (Bitte sieh die mal ältere Videos an und nicht nur die besten Bälle eines Jahres oder so, sondern z.B. ein durchschschnittliches Bundesligaspiel - was hat man da teilweise den Zuschauern zugemutet!)
Dennoch: auch ich bin kein Freund von diesen Unterschieden, aber das gab es damals auch schon und ist nicht auf den Ball beschränkt. Damals waren z.B. die Unterschiede bei den Tischen noch viel größer als sie heute sind und selbst heutzutage trainiert die Nationalmannschaft vor großen Turnieren auf möglichst passendem Material. Sprich: die Spielbedingungen sind nie wirklich konstant. Man kann sicherlich zustimmen, dass der Ball einen (sehr) großen Einfluss hat und man kann das auch kritisieren, da bin ich noch nicht einmal anderer Meinung als du. Aber deine Argumentation finde ich weder logisch noch passten aus meiner Sicht die Beispiele.