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Zitat von crycorner
Macht aber nicht auch die Kombination zwischen Obergummi und Schwamm was aus? Bzw. dann auch die Beschaffenheit des Obergummis?
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Der Zusammenhang gilt immer. Völlig egal welches Material. Das folgt aus den Physikgesetzen für elastischen Stoß mit Reibung. Siehe auch
dieser Thread.
Zitat:
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Speziell mein Rückhandbelag ist wie ich finde relativ schnittunempfindlich, ich kann selbst aber höllisch viel Schnitt generieren. In meinem Fall harter Schwamm, weicheres Obergummi.
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Wenn der Belag spinfreudig ist, also Tangentialbewegung effizient in Rotation umsetzt, setzt er umgekehrt auch Rotationsenergie effizient in tangentialen Absprung um. Das selbe gilt für unspinnige Beläge: schlechte Tangentialumsetzung, ergo auch weniger Rotation bzw. weniger Absprung. Das ist
immer symmetrisch zueinander.
Anders als beim Topspin ist die maximal mögliche Rotation bei Unterschnitt aber viel geringer. Der Ball würde sonst zu schnell und durch den Magnuseffekt zu stark steigen. Daher kann man mit kontrollierten aber unspinnigen Belägen mehr Schnitt machen, weil es besser gelingt die Tangentialimpuls zu dosieren. Die schlechte Tangentialeffizienz wird dabei durch mehr Tangentialbewegung kompensiert, d.h. man kann ordentlich reinsensen. Z.B. ein dünner PF4 eignet sich dazu super. Der macht aber natürlich viel weniger Schnitt als z.B. ein Tenergy 05 - bei der selben Bewegung.
Weiterer Unterschied besteht darin, dass man gern Schnitt auf gegnerischen Topspin machen möchte. Ein tangential effizienter Belag würde den ankommenden Spin aber reflektieren, würde also Überschnitt zurückgeben. Maximalen Schnitt gegen Topspin machen daher ganz andere Beläge.