das deutsche tennis ist an armseligkeit doch gar nicht mehr zu überbieten. wenn ein (mittlerweile auch schon 30 jähriger) eingebürgter jamaikaner das beste resultat erzielt mit dem af, dann weiß ein jeder dass die totenglocken längst aktiv sind.
was das allgemeine tennis angeht seh ich es auch nicht ganz unkritisch. zum einen kaum mehr echte typen auf der tour. ein becker, connors, leconte, bahrami, mc'enroe, leconte und co waren halt noch echte typen, die gibts jetzt nicht mehr. alles aalglatte typen. jedoch kein urtypisches phänomen des tennisports, das ist mittlerweile überall so, und ist wohl leider dem postmoderen zeitgeist geschuldet (berater die die burschen weich kochen, an jeder ecke kameras, inet, etc, pp). schade, da würde man doch gern mal wieder am zeitrad drehen können...
zum anderen: ich kann mir nicht helfen, auch wenn ein djoker, ein murray, oder nadal, noch kein uralte herrschaften sind, so bestimmen, sie doch zusammen mit federer schon gefühlt seit der steinzeit das geschehen auf der tour und somit kaum mehr spannung aufkommen kann. newbies, die richtig konstant ganz oben mitschmischen fehlanzeige, und zwar seit urzeiten. das wirft durchaus auch unbequeme fragen auf. ein grandslamsieg im schaltjahr eines außenseiters, aber das wars dann schon...
bitte keinen 30 jährigen wawrinka als newbie bezeichnen, auch wenn er das jahr seines lebens spielt. gott bewahre

ich denke djokovic wird sich durchsetzen. stan the man ist zwar derzeit gut drauf aber auf rasen dann wohl dicg nicht gut genug, murray wie (fast) immer im hf, aber zum sieg wirds eher nicht reichen. federer trau ich diesmal das finale zu. spielt wieder stärker als in den letzten jahren. wird zwar im hohen tennisalter sicher nicht mehr der alte werden, aber in der form wäre er auf seinem stärksten belang durchaus auch für den joker ein ernstzunehmender rivale...