Zitat:
Zitat von Schwammbombe
Deshalb ist es auch schwer Deutschland mit solchen Ländern wie Rumänien zu vergleichen.
Aber mit unserem Nachbarland Frankreich kann man sich schon ganz gut vergleichen und irgendwie läuft es da schon seit vielen Jahren im Nachwuchsbereich um einiges besser als bei uns.
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Seit 2008 hat Frankreich bei den U18-Jungen nur gerade 2013 den Titel verpasst (ihre Nr. 1, Tristan Flore, war aber verletzt und kam nicht zum Einsatz). Auch 2001 und 2005 wurden sie Europameister. Fast das gleiche Bild zeigt sich auch bei den U15-Knaben.
Gemessen an diesen Nachwuchs-Erfolgen, fallen die Resultate bei der Elite (bis jetzt) doch ziemlich mager aus.
Hingegen finde ich, dass die deutschen Talente den Übergang zur Elite oft recht schnell und gut bewältigen. Ein Steffen Mengel war im Nachwuchs nicht sonderlich erfolgreich - soviel ich weiss - und auch Benedikt Duda ist wohl eher ein Spätstarter.
Wie Achim Krämer vor kurzem im TTLehre geschrieben hat: "Man sollte nicht glauben, dass Spieler, die sehr jung extrem gut sind, auch dauerhaft einen extremen Vorsprung haben werden."
Deshalb sehe ich die Situation im deutschen Tischtennis nicht so kritisch. Ausserdem reicht es doch, wenn alle 5 Jahre ein Spieler wie ein Franziska oder Ovtcharov "auftaucht".
Die alljährlich grosse Dichte an starken Nachwuchsspielern hat den Franzosen bis jetzt in der Elite noch nicht zum Erfolg verholfen. Bezeichnend ist auch, dass mehr und mehr Franzosen nach Deutschland kommen, wobei die meisten am Liebherr Masters College in Ochsenhausen trainieren. Beispiele sind Gauzy, Mattenet, Angles, Akkuzu und jetzt auch Irvin Bertrand). Das spricht ja für das "deutsche System", bzw. für das in Ochsenhausen.