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Alt 07.04.2004, 10:51
noreflex noreflex ist offline
speedschnecke
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noreflex ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Wechsel von Angriff auf Abwehr

Zitat:
Zitat von Taugenichts
@noreflex
Könnte ja mal eine Vermutung zum Schupfduell zum besten geben. Nehme mal an, es handelt sich dabei um dasselbe Problem, dem die Gegner von Ding Song gegenüberstehen. Wird am Tisch viel Rückhand-Rückhand geschupft, können diese Jungs schnell zum Schiedsrichter rüber spazieren, einen Schluck Kaffee trinken, sich schnell die Hände trocknen, zurückkommen und den Ballwechsel mit einem fürchterlichen Vorhandkracher beenden. Dasselbe gilt für allzu krökelige Bogenlampen-Topspins in die RH, da droht immer die furchteinflössende VH in Kombination mit guter Antizipation und gutem Laufvermögen.

Ich vermute mal, das "System Ding Song" funktioniert dann in etwa so, dass der Gegner, gezwungen einigermassen druckvolle TS zu spielen, in der RH-Diagonale gehalten wird und bei Wechselgelüsten in die VH selber den riskanten Ball der Kante entlang suchen soll. Der ist dann aus physikalischen Gründen häufig gezwungenermassen weniger druckvoll und es kann sich die VH-Schlacht anschliessen, mit Vorteilen für den "Abwehrer".
Jep, so eine Übereinstimmung mit meiner Vermutung hätte ich nicht erwartet!


Da Frank den Ball nicht zurückgespielt hat (Vermutung, warum keiner mit Joo schupft) geb ich mal ne Vorlage:

Joo (&Ding...) sind im Schupf sicherer und können sich halbhohe Bälle erlaufen. Siehe schöne Beschreibung von Taugenichts. Daher nagelt einen solchen quecksilbrigen Abwehrer keiner auf der RH fest.

Selbst Shetinin, der wohl nicht angreift, wird nicht ins Schupfen verwickelt, oder? Auch hier: er ist sicherer.

Taugenichts Idee findet meine Zustimmung:

Oberflächlich meint man, dass Boll dem Joo das Spiel aufdrückt. Richtig. Aber der Joo ist kein Dummer: er drückt auch dem Boll das Spiel auf!

Seine Taktik ist die:

"Wenn Du schon angreifst, Timo, dann bitte volles Rohr, keine Zeit für das Erarbeiten von Chancen, und bitte die Stops ganz flach!"

Hält sich Timo nicht an dieses Konzept, kriegt er die VH von Joo zu spüren. Daher hat Boll stets versucht, den Joo nach hinten zu bekommen und hat (fast) alle Schläge mit Härte und flach gespielt. Und dadurch hatte Joo die Mögl., durch extrem flache RH-US-Bälle den Zeitpunkt zu erahnen, wo Boll nicht mehr nachziehen, sondern stoppen muss. Und wenn der Stop nicht im Netz landete, hatte Joo viele Chancen, selbst zu vollenden!

Ist also auch ganz oben nicht so einfach, jemanden auf der RH festzunageln.

Aber Frank hat theoretisch recht: wenn der Joo nun auch noch RH Top/Schuß hätte, wäre er theoretisch gefährlicher.

Praktisch kenne ich den Weltklasse-Def Spieler nicht, der das kann. Meine Vermutung ist hier schon mal irgendwo angeklungen:

Priorität hat die Abwehr
Dann eine (!) sichere Angriffsseite (meist VH, selltener RH)
kaum Block

Wer dazu den Konter, den Block und die zweite Angriffs-Seite entwickelt, verliert ob dieser vielen Varianten den Überblick und die Klarheit für das eigene Konzept und verzettelt sich in Training und Spiel!

Diese These klingt meines Erachtens gut. Ist sie auch richtig?

noreflex
(auf dem Weg zu mehr Klarheit im eigenen Spielkonzept)
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Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.

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