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Alt 14.08.2015, 15:29
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Interview mit Eva Jeler in "tischtennis"

Mal ehrlich, wer meint denn hier ernsthaft, dass TT eine Mannschaftssportart ist?

Wer als TT-Spieler was werden will, der muss sich ganz allein durchsetzen.

Was immer Mannschaftsfähigkeit beim TT heißen mag, für mich ist das eine hohle Phrase, zumal gesagt wurde, dass sie dem Kay nicht abgesprochen wird.

Gleiches gilt für die Selbständigkeit. Was soll das heißen? Was soll ihm da fehlen? Allein aufs Klo gehen, wird er sicher können und füttern wird ihn auch niemand mehr müssen...

Da wird auf dem Rücken des Jungen ein Gefecht zwischen dem Verband (Vertreten durch die Trainerin) und den Eltern ausgetragen. Das ist nie gut. Wer da nun mehr oder weniger Schuld trägt - der Verband oder die Eltern - ist wurscht. Den Kay sollte man jedenfalls da raushalten. Steht schließlich in dem Alter schon vom Gesetz her unter einem besonderen Schutz, was auch gut und richtig ist.

Wenn sie bessere Kids zur Verfügung hat, gut. Ist ja trotz des Alters Leistungssport um den es da geht, was in dem Alter grundsätzlich bedenklich ist.
Wenn sie keine besseren Kids zur Verfügung hat, sähe ich das als ihre Pflicht an, im Schüler- und Jugendbereich dafür zu Sorgen, dass die Leistungen im Vordergrund stehen können und auf alles andere so einzuwirken, dass die Leistungen auch im Vordergrund stehen können. Sprich pädagogische Fähigkeiten sollte ein Trainer, eine Trainerin, in dem Bereich der Schüler und Jungen schon ein bisschen mehr als nur das Mindestmaß von Haus aus mitbringen.

Sollte Kay mal echten Bockmist gebaut haben, sodass disziplinarische Maßnahmen bzw gar den Ausschluss nachvollziehbar machen würde, dann mag das natürlich was anderes sein. Derartiges ist zumindest mir nicht bekannt. Grundsätzlich bin ich allerdings der Meinung, dass bei 12-13-Jährigen schon was wirklich Derbes passiert sein sollte, wenn man derartig harte Maßnahmen ergreift. IMHO ist Kay ja nicht wie ein Mike Tyson aufgewachsen, bei dem es nicht leicht ist ein von vorherein verkorkstes Leben wieder in sportverträgliche Bahnen zu lenken.

Wäre schön, wenn diese beiden Parteien sich mal hinter verschlossenen Türen zusammensetzen um die Kuh vom Eis zu kriegen.

Die werte Eva Jeler sollte sich aus meiner Sicht selbst in den Hintern beißen, dass sie ein solches Interview gegeben hat. Dürfte eh nicht ihr persönlicher Krieg sein, sondern eher eine schon länger vorhandene Missstimmung zwischen Eltern und Verband.
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