Passt ja prima hier hin - deine Auskotzerei
Deinem amoralisch-Beispiel würde ich sogar weitestgehend folgen

Wobei ich das eher als Spitzfindigkeit, die vom Wesentlichen ablenkt, bezeichenen würde.
Amoralisch und
asozial in der Weise wie du sie als richtig gebraucht ansiehst und von
unmoralisch und
unsozial unterschieden wissen möchtest, mag auf alles was nicht zivilisierte Menschen betrifft passend anzuwenden sein. Wenn es Menschen betrifft, dann kommste mit dieser Unterscheidung nicht weit. Da mag es vielleicht Sinn machen, wenn man das bei Babys und Kleinstkindern anwendet. Heranwachsende und Erwachsene in ihrem Handeln mit diesen beiden Attributen zu differenzieren ergibt nur Sinn wenn man ihnen damit unterstellen will, dass sie geistig gestört sind. Moralische und soziale Aspekte werden jedem Menschen anerzogen bzw gelehrt. Es gehört quasi zum Menschsein dazu. Ohne Moral und ohne Sozialverhalten wäre das Zusammenleben nicht möglich. Würde man Handlungen erwachsener Menschen in deinem Sinne als amoralisch bzw asozial bezeichnen, dann gehörten sie in Behandlung bzw sogar weggesperrt. Das was du so schön als
Zitat:
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keine moralischen Erwägungen anstellt
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bezeichnest, heißt nix anderes als das so ein Mensch ohne jegliche Moral durchs Leben schreitet. So nach dem Motto, der kann nicht anders, der ist halt so, muss ein jeder andere mit klarkommen bzw hat man halt Pech gehabt, wenn man auf so einen amoralischen Menschen trifft und der einen totschlägt.
Es so zu unterscheiden, dass man Menschen zugesteht, dass sie da nicht drüber nachgedacht haben und deren Handlungen aus dem Grund "nur" als amoralisch bzw asozial statt als unmoralisch bzw unsozial zu bezeichen, macht einfach keinen Sinn. Es lässt sich nämlich nicht beweisen. Dann verkommt es zu einer Schutzbehauptung. Sorry, hab da nicht drüber nachgedacht, dass man anderen Leuten nicht vor die Tür kackt, oder wie???
...und weil's mich jetzt mal interessiert hat, hab' ich mal ein wenig Tante google gefragt - bin ja kein Experte
Unter den Bildungsbürgern ist das Wort asozial wohl verpönt. Die genaue Definition scheint recht schwammig zu sein. Durch den häufigen Gebrauch des Wortes in unrühmlichen Zeiten, für Menschen aus unteren Schichten oder anderen Glaubens, anderer Hautfarbe und wen die sonst noch auf dem Kicker hatten, ist es zu einem Unwort geworden. Da vermeidet es der Bildungsbürger lieber gänzlich dieses Wort zu gebrauchen. Man will sich ja schließlich nicht in die Gefahr begeben in eine falsche Schublade gesteckt zu werden
Da spricht man dann lieber von gemeinschaftsschädingendem Verhalten als irgendwen als asozialen Arsch zu bezeichnen
Nur mit dem Expertendasein in Sachen Politik, Sport, Film, Wein und das Justizwesen kann ich dir leider nicht dienen

Als Linguist tauge ich wahrlich nicht. Wenn du einen fehlerfreien Text von mir hier findest, sollteste Lotto spielen
Eine Meinung zu diesen Dingen, habe ich allerdings. Reale Politik und das Justizwesen halte ich in großen Teilen für einen schlechten Witz. Was einem da so geboten wird, ist leider viel zu oft unterirdisch. Sport mag ich. Dass ist meist 'ne faire und nachvollziehbare Angelegenheit. Wein mag ich auch. Da wird mir nur etwas zu viel Geschiss drum gemacht. Aber wer's braucht - von mir aus
Und die Sprache, ja mei. Halt das Mittel der Wahl zur Kommunikation
Experte bin ich allerdings beim Bügeln
Schönes Wochenende mein lieber Danielson und gräm' dich meinetwegen niht so