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Alt 15.09.2015, 02:35
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AW: Dr. Neubauer Buffalo

Heute möchte ich von meinen Erfahrungen mit dem Dr. Neubauer Buffalo berichten.

Ich habe mich für 1.2 mm entschieden. Die Version mit 1.5 mm dürfte auch noch gut spielbar sein, während der 1.8 mm Belag für mich wahrscheinlich nichts wäre, aber 1.8 mm habe ich genauso wenig wie 1,5 mm getestet, ich spreche hier also nur von der 1.2 mm Version, welche auch die Version mit der größten Schnittumkehr sein soll.

Auffällig ist, dass der Buffalo ein relativ hartes Obergummi hat, vielleicht ähnlich dem B.A.D., den ich auch vor 5-6 Monaten geteste habe (Testbericht hier), aber der Buffalo ist glatter und hat sehr kurze Innennoppen (also sehr dünnes Obergummi).

Der Schwamm ist ähnlich dem des ABS, vielleicht sogar identisch. Deshalb habe ich auch vor dem Umkleben auf andere Hölzer keine Bedenken. Der Schwamm hat eine vormontierte Klebefolie, die einen guten Eindruck macht.

Ich habe mir leider das Gewicht des Belages nicht aufgeschrieben. Aber immerhin hatte ich den Buffalo vor und nach dem Schneiden gewogen und es nicht vergessen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann maß ich 38.5 Gramm ungeschnitten und 29.5 Gramm geschnitten. Ich bitte um Bestätigung oder um Korrektur, wenn ich mich täuschen sollte, aber ich bin schon sehr sicher.

Das erste was mir beim Testen auffiel, war eine extreme Schnittumkehr und guter Bremseffekt.

Der Buffalo hat meiner Meinung nach einen mittleren Ballabsprung, aber es sind schöne flache Blockbälle möglich.

Einen ersten Eindruck bekommt man hier (ich bin keiner der beiden Spieler):



Weiter mit meinen Erfahrungen:

Der Buffalo ist wirklich sehr langsam, langsamer als ein Spinparasite und B.A.D., sogar langsamer als der Beast, ideal um selbst harte Topspins zu entschärfen, aber auch super wenn man ein schnelleres Holz spielt wegen der Vorhand aber die Rückhand nicht zu schnell geraten darf.

Wie oben schon beschrieben, hat der Buffalo sehr gute Blockeigenschaften mit ebenso gutem Bremseffekt. Die Bälle bleiben gut über dem Tisch stehen und der Gegner hat Probleme nachzuziehen, nicht nur wegen der starken Schnittumkehr, sondern auch weil man die Bälle sehr gut kurz legen kann und sie früh runterfallen. Meinen Trainingspartnern passierte es auffallend oft, dass sie die Länge der Bälle unterschätzten, die meistens kürzer wurden als erwartet. Ich habe ein bisschen schlechtes Gewissen, es "verschuldet" zu haben, dass ein 2 Tage alter Andro Rasant Erfahrungen mit der Tischkante machte und mein Trainingspartner beim Versuch nachzuziehen dabei das Obergummi aufriss.

Die Schnittumkehr ist besser als beim ABS und fast alle anderen GlA, vielleicht auf dem Niveau des Spinparasite und durch das geringere Tempo und die Möglichkeit noch kürzer abzulegen sehr gefährlich.

Generell ist der Buffalo ein sehr kontrollierter GlA, der auch nicht so winkelanfällig ist wie viele andere GlAs. Unter anderem aus diesem Grund kann ich den Buffalo Spielern empfehlen, die von einer Langnoppe ohne Schwamm kommen und mal einen GlA testen möchten. Mit dem Buffalo fällt nicht nur der gewohnte Noppenblock (jetzt mit GlA) leicht, sondern auch der Druckschupf. Einige andere Beläge in diesem Bereich kann man nicht so gut führen. Natürlich gehört der Angriff auf Schupfbälle nicht zu den Paradedisziplinen von GlA, da diese selbst im Vergleich zu den verbotenen glatten Langnoppen noch weniger Führung haben, aber mit dem Buffalo gelang mir das ganz gut.

Durch die Auslegung der Gummimischung und der Obergummi-Schwamm-Abstimmung hat man ein sehr direktes Spielgefühl, was wahrscheinlich viele mögen werden. Positiv finde ich, dass der Buffalo wenig anfällig für leere Rollaufschläge, leere Hebertopspins und Blockbälle ist.

Abschließend nochmal etwas zur Holzempfehlung. Wer zwei Hölzer zur Auswahl hat, kann ohne Bedenken immer zum schnelleren Holz greifen. Wie zuvor schon angedeutet, ist der Buffalo auch für alle sehr interessant, die ALL+, OFF- oder OFF Hölzer spielen möchten, mit der Vorhand angreifen, aber auf der Rückhand Bremseffekt benötigen. Auf DEF oder ALL Hölzern kann man mit dem Buffalo so gute Stoppblocks spielen, dass der Ball etwas übertrieben gesagt auf der anderen Tischseite liegen bleibt. Wer aber ein so geringes Tempo nicht gewohnt ist, bekommt das Gefühl den Ball auf die andere Seite rübertragen zu müssen. Das muss jeder für sich entscheiden, in welche Richtung er gehen möchte. Der Buffalo schließt aber meiner Meinung nach keine Hölzer aus, vor allem nicht schnellere und ist daher für fast alle Hölzer gut geeignet.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Testbericht wieder weiterhelfen konnte und freue mich auf Rückmeldungen und weitere Testeindrücke und Erfahrungsberichte.
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