@martinspin
Na gut, ich versuche nochmals meine subjektiven Eindrücke zum Unterschied der zwei Beläge zu formulieren. Ich gehe dabei jeweils von Max. Schwammstärke und sechs bis acht (breiten) Pinseln voll Energy Glue aus (so dass sich die Schwämme anständig wölben).
Mit dem Mendo kommen langsam geschlagene Bälle auch in diesem kräftig geklebten Zustand viel langsamer als mit dem Cava, d.h. das Katapult des (etwas härteren) Schwamm-Gummisystems ist deutlich geringer. Härter geschlagene oder gezogene Bälle kommen mit beiden ziemlich granatig und spinnig, wobei die Bälle vom Mendo etwas flacher fliegen, whs. fast so, wie's vom Bryce beschrieben wird. Der Mendo scheint mir für Schlagspins in Tischkantennähe leichter zu kontrollieren zu sein, ich kann damit den notwendigen Schlägerwinkel für Drucktopspins am Tisch in fast jedem Fall sehr genau bestimmen, während mir das beim Cava nicht immer so klar ist. In der Halbdistanz gehen beide recht gut. Mit dem Cava braucht ein normaler TS hier deutlich weniger Kraftaufwand, ist aber wegen der Kombination: starkes Katapult plus sehr lebendige, griffige Oberfläche auch technisch anspruchsvoller (Schlägerwinkel muss geschlossener sein, der Ball verspringt bei etwas falscher Behandlung eher). Das mit dem Kraftaufwand gilt auch an der Tischkante. Beim Schupfen und v.a. kurz ablegen ist der Mendo aufgrund des bereits beschriebenen schwächeren Katapultes bei langsamen Bällen einfacher zu spielen. Unterschnittabwehr ist mit dem Mendo etwas einfacher, wobei das im beschriebenen Zustand sicher nicht die 1A-Schlagwahl ist (Vergleich zweier Formel 1 Rennwagen beim Einparken im Stadtverkehr

. Ebenfalls etwas einfacher gehen mit dem Mendo Passivschläge, v.a. der Block. Dafür scheint der Cava eher nicht konzipiert worden zu sein, kompensatorisch werden hier aktiv gespielte Blocks und sogar nur ansatzweise gelungene Gegenzieher teils zu rechten Geschossen. Einen Vorteil für den Cava sehe ich beim Kleben, der Mendo muss (intensiv geklebt) nach spätestens zweieinhalb Stunden mal nachgeklebt werden. Beim Cava hält die Klebewirkung etwas länger an.
Also kurz zusammengefasst:
Mendo: Sehr berechenbares, lineares Spielverhalten in allen Dimensionen (perfekte "Input-Output-Maschine").
Cava: Sehr katapultfreudig und spinnig, kräfteschonend (für mich, vgl. Jahrgang, nicht unerheblich)
Mit beiden ist sowohl ein tischnahes als auch halbdistanzorientiertes Offensivspiel gut möglich, welche Charakteristika einem besser liegen ist Geschmacksfrage. Wer viel schupft und passiv blockt ist mit dem Mendo wahrscheinlich besser bedient (aber wer macht denn schon sowas

).
Grüsse
Taugenichts