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AW: Gegner Auffordern seinen Schläger zu putzen?
Im Regelwerk des ITTF steht doch alles dazu geschrieben.
Eine Firma z.B. Donic, schickt ihre Beläge (z.B. Bluefire) zur Registrierung an die ITTF.
Die machen mit dem Belag Tests und geben evtl. ihr OK.
Wenn ein Spieler nun mit einem Bluefire spielt, dann muss er ähnliche Eigenschaften aufweisen zu dem Belag, der vom ITTF genehmigt wurde; andernfalls wäre die Genehmigungsprozedur an sich ja Unsinn.
Klar ist, daß sich die Eigenschaften von Belägen mit der Zeit verändern.
Ab wann der Unterschied so groß ist, daß der gespielte Belag mit dem genehmigten Belag nichts mehr zu tun hat, ist in einem Graubereich der normalen Abnutzung schwer zu entscheiden.
Ganz sicher gehört dazu aber: eine Staub-/Schmutzschicht oder ein so hohes Alter, daß ein normalerweise griffiger Noppen-Innen sich auf einmal wie ein Anti verhält
oder
ein Flüssigkeitsfilm (Schweiß), der auch auf Nachfrage NICHT vom Spieler entfernt wird.
Darum ist es absolut OK, wenn man dem Spieler sagt: "Mach mal bitte den Belag sauber, da ist was drauf" und es wird sogar vom Regelwerk verlangt, daß der Spieler nur mit solchem, zugelassenen Material antritt.
Bei einem Flüssigkeits- oder Staubfilm handelt es sich um eine physikalische Änderung der Belageigenschaften, wie jeder mit ein wenig Ahnung von Naturwissenschaft leicht nachvollziehen kann und explizit darauf bezieht sich die Regel beim ITTF.
Wenn er fair spielt, wird er sich sogar bedanken, denn es schadet ihm ja selber, wenn sein Belag sich aufgrund von Schweiß oder ähnlichem nicht wie gewohnt verhält.
Lehnt der Spieler es ab, den Belag in einen Zustand zu versetzen, der dem vom ITTF getesteten näher kommt, so hat er damit indirekt zugegeben, daß er betrügen möchte.
In so einem Fall würde ich alles genau dokumentieren, von ihm unterschreiben lassen, zum Staffelleiter gehen, etc.
Wenn selbst einfachste Regeln nicht mehr eingehalten werden, können wir auch mit dem Zählen aufhören oder einfach das Netz abmontieren und auf dem Tisch Billard spielen.
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