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Zitat von Der Schwinger
Was macht ihr wenn es im Spiel einmal nicht so läuft wie gedacht??? Welche (fiesen) Tricks wendet ihr an und bei welchem Spielstand???
Gruß Der Schwinger
P.S:Hoffe auf reichlich Antworten!!!
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Kommt auf das Spielsystem des Gegner an, es geht dann weniger um Tricks, sondern als TT-Spieler muss man sich auch aneignen und üben - sich auf schwer Gegner einzustellen oder sein eigenes Spielsystem mal aufwiedersehen zusagen und Schwachstellen zufinden, die jeder hat, auch um mal etwas ganz anderes zuspielen und viel variiabler und abwechslungsreicher zuwerden, damit auch eigene Schwachstellen auszubügeln so weit es geht, aber dies auch mit der Zeit in einer immer besseren Qualität.
Bei Offensivspieler zum Beispiel.....
Selber als Offensivspieler hohe Bälle (Vorlagen) versteckt mit sehr viel Unterschnitt spielen, der Gegner will das Spiel zu Ende bringen, und spielt meistens mit sehr viel Risiko, so daß die Bälle mit viel Schnitt alle ins Netz landen, kann man aber nicht mit jedem Gegner machen.
Bei machen kann man dies aber sogar nur machen und sie kommen damit bis
zum Spielende nicht zurecht, besonders wenn man nicht deutlich den Unterschnitt spielt, sondern ehr einen Unterschnitt, Sidespin Mischung und dabei was die Schlägerhaltung und -bewegung verändert und variiert, so dass es schwer zu erkennen ist. So gesehen wird man zum reinen Störspieler, der ein Offensivspiel mit Fehlern vortäuscht, aber Fehler vom Gegner erwarten darf, dafür muss man durchhalten, täuschen und auch das Tempo immer auf langsam dominieren.
Und nachdem Aufschlag den Ball auch immer extrem mit Spin spielen seitlich oder Unterschnitt, Abstechen oder seitlich ziehen knapp über das Netz, muss man auch lange üben, besonders um keine zu deutlichen Handbewegungen zu machen, die einen starken Schnitt verraten (diese Bälle sind alle langsam, kurz und ein Tempo immer versuchen rauszunehmen) und wenn ein Ball zurückkommt muss man auch immer daran denken, dass dieser noch immer den eigenen Schnitt hat.
Die Bälle alle nur noch schön kurz halten mit dem Spin, also die schnellsten auf Platten-Mitte, nicht zunah ans Netz und auf keinen Fall lange Bälle spielen und immer mit guter rechts-links Plazierung und auch mal einen etwas höher kommen lassen für den Gegner wenn es geht, dazu auch die Schnittbewegung und Richtung erst im letzten Moment zeigen, so kommt der Gegner schön näher zum Tisch, ohne das er es selber merkt und erst dann ....
Knallt es...Offensive deutlich und überhastet antäuschen bei Unsicherheit, oder wirklich mal einen schnellen Konter spielen, wenn die Möglichkeit besteht den Ball weit in den Rücken des Gegners zubekommen, oder wenn der Gegner durch kurze Schnitte nah an den Tisch kommt, mal einen guten, schnellen Konter auf den Körper knallen, b.z.w. hinter die Laufbewegung und auf Block vorbereiten, falls was zurückkommt.
Um so besser der Gegner mit dem Schnitt zurecht kommt, um so mehr muss man dann leider das Risiko selber nehmen und immer schweren kurzen Schnitt und darauf schnellen, plazierten Konterschuß/Flick im Wechsel spielen, oder man riskiert ab und zu einen schweren, kurzen Überschnitt reinzubringen, oder einen leeren, der aber in der Bewegung nach starken Unterschnitt aussieht.
Genau so als wenn man einen schweren Unterschnittaufschlag macht, den der Gegner ins Netz spielt und falls nicht mit einen schnellen, harten, langen Konter oder Flick antworten (kurze Aushol- und Armbewegung) , der Konter/Flick muss aber geübt sein auf Unterschnitt, um nicht selbst im Netz zulanden
und der Schnitt muss geübt sein, weil er stark mit Schnitt sein muss, ohne dabei es zu verraten und es immer wieder mit ein wenig Sidespin zu variiren und wenn es noch immer zu deutlich ist oder offensichtlich geworden ist, dann nur im letzen Moment die wirkliche Bewegung und Richtung zeigen, mit guter Platzierung und deutlicheren Plazierungstäuschung davor.
Von psycholohische Kriegsführung rate ich auch ab,
wenn man sehr unterlegen ist, bringt dies erstens nichts
und hat nichts mit Sportgeist zutun.
Wenn man deutlich unterlegen ist hilft nur Training, oder das Kennenlernen des Gegners/Spieltypen und man muss seine Niederlage halt akzeptieren, aber immer damit noch sein Bestes zu geben, oder noch Schwachstellen beim Gegner zu finden für die nächste Begegnung des Spielers oder einen ähnlichen Spieltyp und um die eigene Spielweise mehr zu variiren und umzustellen für schwere Gegener.
Wenn man dann Glück hat kann man dann auch noch als
unterlegender Spieler vielleicht das Spiel so fair kippen,
wenn man einen guten Schwachpunkt gefunden hat.
Mit psychologischer Kriegsführung arbeitet man in die falsche Richtung,
selbst wenn es sehr gut klappen sollte, da man mehr mit Theater beschäftigt/üben dran ist, anstatt Fehler beim Gegner zufinden, Technik, Spielstrategie zuarbeitet und sich damit die Möglichkeit nimmt, sich selber auf schwere Gegner schnell einzustellen und technisch, strategisch und variiabler besser zu werden.
Nur kurze Verzögrungen würde ich akzeptieren und auch selber tun, aber nicht mit der Absicht den Gegner zustören, sondern um kurz das Spiel nochmal zu überdenken und Spielstrategie,
eine Umstellung zumachen, denke dies wird dann auch der Gegner akzeptieren und mit zurecht kommen müssen.
Theater gehört ja nicht zum Tischtennis, wenn man so ein Spiel gewinnt, findet dies niemand beeindruckend, ehr im Gegenteil, damit kann man dann auch nicht selbst ernsthaft glücklich und zufrieden sein, selbst wenn es Punkte und Preise dafür gibt, hat man seinen Gegner absichtlich, gewaltsam gedemütig und nicht als Mensch respektiert, damit selbst das Gesicht verloren und man ist als Mensch nicht viel wert.
Aber es kommt immer auch auf das Verhalten, Fähigkeiten, Spieltyp des Gegners an.
Im Allgemeinen kann man sagen:
Besonders merkt man das in einem Spiel wo es immer eine Dominanz gibt (also jemanden der das Spiel bestimmt und die Richtung, Tempo kontrolliert), entweder liegt die bei dir, oder beim Gegner.
Wenn du verlierst und trotzdem kaum selber Fehler machst, liegt diese Dominanz nicht bei dir, aber wenn du etwas veränderst im Spiel und merkst du bekommst diese Dominanz zurück, bist du auf dem richtigen Weg.
Anders herum kann es aber auch sein, dass du verlierst mit Fehlern und merkst aber, dass du selber trotzdem die Dominanz im Spiel bist , dann gibst du diese Dominaz ab und versuchst nicht mehr zu dominieren, sondern das Spiel mit Chaos, Ausdauer und Sicherheit zuführen anstatt es kontrollieren zu wollen.
und man kann folgendes probieren,...
- Gegner überdenken womit habe ich gepunktet, womit hat er immer gepunktet
- Schwachstellen beim Gegner finden durch Variationen
- Eigene Schwachstellen erkennen und diese Bälle versuchen anders zu spielen oder etwas um sie zuvermeiden, also den Gegner dazu bringen nicht zu seinen Stärken zukommen und auch nicht um eigene Schwachstellen sehr oft anzugreifen
- Genau das Gegenteil spielen von dem was man bisher gemacht hat / sein eigenes Spielsystem ganz absagen.
- Mehr Täuschung, Körperhaltung, Blick täuschen und Schlägerhaltung täuschen
- Langsammer oder schneller werden mit dem Ball aber selber noch schnell werden um Zeit für Täuschung zu haben.
- Offensiver oder defensiver werden
- mehr Qualität in Platzierung oder Störfaktor setzen, als in Geschwindigkeit.
- ganz großer Punkt wie oft gesagt Aufschlag...
....wie sehr oft erwähnt ist der eigene Aufschalg immer ein großer Vorteil, mit dem man einen Direktpunkt machen kann, oder wenigstens es so schwer für den Gegner ist das man danach die Möglichkeit hat zupunkten, wenn das eigene Aufschalgspiel verloren geht nach Punkten, muss man sehr stark daran arbeiten um noch mehr Vielfalt zu entwickeln und noch agressiver zu werden, schließlich ist der Voreil vom Aufschalag immer 50% aller Spiele und der Gegner drüfte dadurch sich nie zuweit mit Punkten von dir entfernen, selbst wenn er viel mehr Erfahrung hat und auch schneller ist und auch technisch besser ist.
Am Ende des Spiels aufschreiben und andere fragen was Schwächen selber waren,
warum man das Spiel verloren hat und was man üben sollte um solche Gegner besser anzugehen, auch in anderen Spielweisen besser zu werden, um mal sehr gut etwas ganz anderes zuspielen z.B. als Offensivspieler, rein Abwehr und Störspieler Techniken üben mit Variiation
Und auch merken mit was hat der Gegner gepunktet sich jemanden suchen,
der dies auch kann im Training und Schwachstellen wegarbeiten.
Sich seine eigenen Spielzüge und Techniken vornehmen mit denen man immer punktet und man weiß die sind sehr gut und diese Erweitern durch neue, bessere Spielzüge oder Schlagtechniken, um selber noch giftiger zuwerden.
Es gibt halt Spieler z.B. die sehr gut im Topspin sind und so ihre Punkte machen und somit sehr viele Gegner besiegen, aber es gibt auch Genger die dies noch besser können, trotzdem bleiben viele dabei liefern sich ein Topspinduell nachdem anderen das sie verlieren und ärgern sich,
genau da muss man aber in den sauren Apfel beissen und anfangen zu kämpfen,
das bedeutet nicht etwas zu spielen was man gerne tut und womit man oft punktet, sondern womit der Gegner es schwer hat, zu Fehlern kommt und auch keinen Spass mehr dran hat,
besonders wenn der Gegner sehr gut darauf antworten kann, was du ihn vorlegst, fängt man damit an es nur ausehen zulassen als würde ein schönes verpacktes Geschenk wieder von dir kommen, dabei spielst du dann aber etwas ganz anderes und Heiligabend unter dem geschmückten Baum fällt erstmal aus, bis du eine Schwachstelle bei ihm findest, wenn dies klappt und was sicher ist, es zu längern Ballwechseln kommt und der Genger anders spielt, kannst du dich dann wieder ab und zu im richtigen Moment sebstbelohnen und einen deiner guten Bälle spielen mit denen du fast immer punktest.