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Alt 30.09.2015, 02:21
Stefan Lamm Stefan Lamm ist offline
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AW: Kinofilme, Filme auf Video oder DVD - Empfehlungen und Filmkritiken

Drei weitere Filme gesehen!

The Hurt Locker - Tödliches Kommando

Trailer:



Guter Film. Kein typischer Kriegsfilm, sondern man bekommt einen guten Einblick in die Arbeit eines Bombenräumkommandos im Irak. Dazu bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie das Verhältnis zur Bevölkerung ist, wie gefährlich die Fahrten oder Fußmärsche durch die Stadt sind und wie wenig man den Einwohnern trauen kann - der Feind kann sich in jeder Alltagssituation hinter jedem Iraki verbergen.

Vergrabene Minen und Sprengfallen, Sprengstoffgürtel, Autobomben, ständiger Nervenkitzel für die Entschärfer.

Dazu kommen noch die persönlichen Geschichten der einzelnen Teammitglieder nicht zu kurz.

Meine Bewertung:




In The Land of Blood and Honey

Trailer:



Dieser Film ist weniger massenkompatible Kommerzware, sondern ein eher anspruchsvoller Streifen, der die multikulturellen Probleme im Bosnienkrieg behandelt, vor allem zwischen serbischen und muslimischen Bosniern.

Das ist der erste Film, bei dem Angelina Jolie die Regie führt (sie wirkt im Film nicht als Schauspielerin mit!). Sie hat auch das Drehbuch geschrieben und zeigt sich verantwortlich für die Art und Weise, wie dieser Film gedreht wurde.

Eine Filmkritik:

Zitat:
„Mit dem Antikriegsfilm In the Land of Blood and Honey ist Hollywood-Star Angelina Jolie ein beeindruckendes Debüt als Regisseurin gelungen. […] Ihr Film fesselt als bewegende Studie darüber, wie Krieg und Gewalt Persönlichkeiten aus der Bahn werfen und alle Menschlichkeit zerstören. Die Geschichte […] hat viele starke Momente. Jolie beweist neben ihrem Sinn für kluge szenische Arrangements Feingefühl als Schauspielführerin. Zana Marjanovic in der Rolle der Ajla und Goran Kostic als Danijel gelingen unter ihrer Anleitung facettenreiche Charakterstudien. Dennoch überzeugt der Film nicht durchgehend. Denn manche Entwicklung wirkt unglaubwürdig, manche Handlungen der Protagonisten sind nicht nachvollziehbar. Diese Ungenauigkeiten treffen insbesondere die Figur der Ajla: Es ist nicht deutlich herausgearbeitet, ob ihr Verhalten allein von ihrem persönlichen Kampf ums nackte Überleben geprägt ist. Mehrfach hat es den Anschein, sie handele im Auftrag von Partisanen, die aus Verstecken heraus mit Waffengewalt und Attentaten gegen die so genannten ethnischen Säuberungen, die Ermordung von zig Tausenden, kämpfen. […] Positiv zu bemerken ist, dass Jolie jeglichen Anflug von Kitsch vermeidet. Auf die Mitwirkung von Schauspielstars hat sie bewusst verzichtet und den Film in englischer und serbo-kroatischer Sprache gedreht. Deshalb wirkt ihr Ansinnen, das Grauen aller Kriege und jedweder Gewalt von Menschen gegen Menschen anzuklagen, glaubwürdig.“

– Filmkritik auf Focus Online, 23. Februar 2012
Der Film wird vielleicht polarisieren, aber ich finde man sollte ihn gesehen haben. Er ist sicherlich kein Kitsch oder Flop, sondern beleuchtet die Kriegsschrecken im Bosnienkrieg und den Hass der verschiedenen Bevölkerungsgruppen aufeinander und wie auch Freundschaften auseinander gerissen werden und sich alles ändert.

Meine Bewertung:




Green Zone

Trailer:



Film mit Matt Damon und spielt auch im Irak.

Wer diese Art von Filmen mag, muss diesen Film einfach anschauen.

Superspannender Film. Die meisten Soldaten in der Einheit sind echte Soldaten aus dem Golfkrieg und dem Afghanistaneinsatz und keine Schauspieler. Dadurch wirkt alles noch realistischer. Auch der Regisseur kennt sich gut aus, da er früher Kriegsberichterstatter oder Dokumentarfilmer in Kriegsgebieten war.

Drei Zitate aus Wikipedia:
Zitat:
"Green Zone: Ein Action-Thriller der Extra-Klasse. Wer Bourne liebte, wird diese Bagdad-Intrige auch lieben."

„Green Zone ist ein kompromissloser Politkriegsfilm über die amerikanische Okkupation des Irak und deren zweifelhafte Legitimation.“

"Die Deutsche Film- und Medienbewertung zeichnete den Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus, denn „der Film vermittelt sehr deutlich, was in Nachrichten und offiziellen Berichten meist nicht möglich ist, dass ein Krieg die ganze Bevölkerung betrifft und Schicksale schafft, von denen nie mehr die Rede sein wird, wenn der Krieg zu Ende ist“."
Meine Bewertung:
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Risikolos gewinnen heißt ruhmlos siegen.
Pierre Corneille (1606-84), frz. Dramatiker
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