Zitat:
Zitat von Armendariz
Zuerst mal Glückwunsch an Österreich! Toller Mannschaftssieg, jeder mit viel Herz und Willen dabei. Highlight war für mich das Spiel Fegerl - Dima, hat das Zeug zu einem Klassiker der Tischtennisgeschichte.
Zum Thema Filus:
Ich habe gestern hier geschrieben, dass ich ihn als BT eventuell einwechseln würde, da er nervlich stärker ist als Franziska oder Baum, und sich in ein Decider-Match reinkämpfen kann. Ist aber sicher vertretbar, das nach der knappen Niederlage im ersten Spiel anders zu machen.
Wer mir bei der Geschichte Leid tut ist Baum. Hat kein schlechtes Turnier gespielt und das Vertrauen vom Bundestrainer bekommen. Aber die Ansprüche im Finale waren niedrig (1 Spiel muss kommen von den beiden Baums und dem Franz'). Trotzdem nicht erfüllt - ganz bitter, aus meiner Sicht hat er nicht die positive Mentalität die man als Leistungssportler gut brauchen kann. Hoffe er fällt nicht in ein Loch.
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So weit stimme ich Armendariz voll zu und bin der gleichen Ansicht.
Österreich hat wirklich eine klasse Leistung gebracht für das Niveau
auf dem sie spielen und auch verdient gewonnen.
Baum hat sein Bestes gegeben und Pech gehabt das er mit seinen Comeback
das Entscheidungsspiel machen musste, aber er hat die Chance dort zustehen und zuspielen verdient, er hat gekämpft wie alle anderen im Team und war in diesem Tunier wie alle anderen aber nicht auf seinen Top-Niveau was verständlich bei Baum ist, man kann ihm dies nicht vorwerfen und den anderen auch nicht, wir sind alle nur Menschen und keine Roboter und dafür dass das Leistungsniveau was niedriger war als wir es kennen im Deutschen Männer Team muss man dem Deutschen Team zugestehen das sie wirklich gekämpft haben und sich jeder von ihnen bestimmt auch selber geärgert hat, das es nicht wie gewohnt läuft und trotzdem das Bestmögliche daraus gemacht wurde und da das Finale so eng war haben sie wirklich schwer gekämpft - Respekt.
Zum Thema Deutsche aus China:
Was hier zu gesagt wurde, finde ich auch nicht so gut, obwohl ich manches als schwarzen Humor gelten lasse und dies dann nicht so ernst nehme und einiges so geschrieben wurde um das Leistungsniveau klar zumachen wenn man über bestimmte Spieler spricht.
Aber ich denke das sich Menschen wie Shan Xiaona als Deutsche fühlen und sie sich ja sehr viel Mühe geben, um für Deutschland anzutretten und zu gewinnen, in Deutschland auch die Popularität von Tischtennis steigern, sowie auch das Niveau auf dem gespielt wird.
Ich denke nicht das sich Shan und viele andere als Ausländer sehen und auch mit der Situation ihre Heimat zuverlassen nur gut umgehen können, weil sie eine neue finden, dies bedeutet dort akzeptiert und respektiert zu werden und auch aufgenommen und dazu zugehören und nicht noch nach Jahren noch immer als Ausländer angesehen zuwerden und hier auf einer Insel leben, welche Deutchina heißt.
Dies gilt für viele Menschen in Deutschland denen man die Herkunft im Gesicht ansieht, aber es diese Herkunft es kaum noch gibt in den Menschen selber, ist es unmöglich dass sie sich trotzdem noch immer verstoßen fühlen und ohne Heimat darstehen, weil sie oft dieses Gefühl von anderen Menschen bekommen.
Dies gilt im Tischtennis genau so und hier auch für viele Chinesen, wie auch Jeon Jihee die wie ich denke sich selber als Koreanerin sieht und z.B. Hyojoo Choi die noch sehr jung ist und noch nicht solange Koreanerin ist, selber Korea als Heimat sehen möchte, darum fand ich es auch sehr bewegend und es spricht für Hyojoo Choi´s Entscheidung und deutliche Einstellung eine neue Heimat zufinden, als sie bei der Open in Korea, wo sie sehr gut gespielt hat, sich deutlich und bewusst als Koreanerin vor dem koranischen Publikum gestellt hat und sich verbeugt hat.
Da sie akzeptiert und auch aufgenommen werden möchte und ihre Wahl Korea zur neuen Heimat gemacht hat - lebt und sich als Landsmann sieht der dort für Korea steht und ihr Bestes gibt, was für sie eine Ehre ist und nicht das sie dies karrierebedingt tut und ihr die Entscheidung der Auswanderung und eine neue Identität in ihrer Persönlichkeit annimmt, weil sie sich dazu gezwungen und damit unwohl fühlt und andere Menschen haben auch nicht das Recht ihr dieses Gefühl zugeben.
Das selbe gilt für Shan Xiaona und allen anderen die hier in Deutschland ihre Heimat finden wollen oder dies schon getan haben.
Die alle nicht wirklich als Deutsche anzusehen, obwohl sie hier schon lange leben, selbst wenn diese selber noch viel Wurzeln in China sehen, finde ich nicht gut und fair, denke auch dies ist etwas sehr schlimmes für solche Menschen selber, nicht wirklich eine neue Heimat zufinden und immer wieder das Gefühl zubekommen, irgendwo Abseits ganz alleine zustehen und dies noch immer, obwohl sie für die Nationalmanschaft des Landes spielen, was schon als Statement eigentlich alles aussagt, wohin diese Menschen gehören und es egal ist auf jedem Fall was das Zugehörigkeitsgefühl betrifft woher sie mal gekommen sind.

Für mich kann ich nur sagen ich sehe Menschen wie Shan als Landsmann
und ich suche mir es auch nicht aus wann sie dies ist und wann nicht mehr.
Ich finde es gut und toll das in Deutschland Menschen wie Shan gibt und freue mich auch das sie für Deutschland spielen und gewinnen oder verlieren und dies als Deutsche, für mich ist damit ihre Identität völlig klar und ich stelle dies nicht mehr in Frage.
Darum Glückwunsch zum EM-Titel der Deutschen-Frauen-Nationalmanschaft und auch viel Glück allen bei Olympia.